Hahn-Lehmden - „Für die Kinder ist das ein neuer Kindergarten“, sagt Marion Paries-Erdmann und meint die umgebauten und erweiterten Räume des Kindergartens in Hahn-Lehmden. Das gesamte Gebäude wurde entkernt, beinahe jede Mauer versetzt und ein Anbau geschaffen, der Platz für eine Bewegungshalle und einen Kleingruppenraum bietet (NWZ  berichtete).

Seit gut einer Woche läuft der Betrieb im neu gestalteten Kindergarten. „Die Kinder haben die Räume so gut wie nicht wiedererkannt“, sagt die Leiterin. „Genau wie die Eltern liefen die Kinder staunend durch den Kindergarten.“

Die Räume wirken dank weißer Wände und Akustikdecken heller und größer als vor dem Umbau des Gebäudes, das im Jahr 1975 errichtet wurde. „Vorher hatten wir im gesamten Flur keine weiße Wand“, sagt Marion Paries-Erdmann.

Ins Auge fällt ein Anbau im vorderen Bereich. Dort wurde ein Garderobenbereich mit Schmutzschleuse zum Spielplatz gebaut. „Früher waren die Waschbereiche in die Schmutzschleusen integriert“, ruft die Leiterin in Erinnerung, wie beengt die Ausgänge zum Spielplatz bislang waren. Nun wurden neue Waschräume geschaffen, die zentral im Gebäude liegen. Jeder Raum ist farblich einer der drei Gruppen (zwei Regelgruppen, eine Integrationsgruppe) zugeordnet.

In einem zweiten Anbau hinter dem Kindergarten befinden sich die neue Bewegungshalle, der Kleingruppenraum und ein Sanitärraum für Menschen mit Behinderungen. Den Kleingruppenraum nutzen die 20 Ganztagskinder als Ruheraum. Sonst arbeiten dort Therapeuten und Logopäden mit den Kindern.

Neu geschaffen wurde ein Mitarbeiterraum – für Elterngespräche und Besprechungen. Zudem können sich die Mitarbeiter dort auf die Betreuung der Kinder vorbereiten. „Das erleichtert unsere Arbeit sehr“, sagt Marion Paries-Erdmann.

Anfangs hatte es einen Raum für die Mitarbeiter gegeben. Er wurde später zum Frühstücksraum umfunktioniert und diente den Ganztagskindern als Raum, um zu Mittag zu essen. „Der Bedarf hat sich im Laufe der Zeit aufgrund neuer Strukturen in der Pädagogik verändert“, macht die Leiterin deutlich, dass heute andere Ansprüche an die Räume eines Kindergartens gestellt werden als vor 40 Jahren.

Während der siebenmonatigen Bauphase war der Kindergarten ins Dorfgemeinschaftshaus Nethen ausgewichen. Die 20 Vorschulkinder verbrachten die Zeit in einem eigenen Raum in der Grundschule Hahn-Lehmden. Sie werden nicht mehr in den neuen Kindergarten zurückkehren, sondern bis zu ihrer Einschulung im August weiter in der Schule betreut.

Frank Jacob
Frank Jacob Redaktion Rastede, Redaktion Wiefelstede