Delfshausen - Eine Streuobstwiese mit alten Sorten hat der Hegering Rastede Nord im gemeinschaftlichen Jagdbezirk Delfshausen angelegt. Auf einer rund 2000 Quadratmeter großen Fläche, die einmal mehr Jürgen Klockgether für dieses Naturschutzprojekt zur Verfügung stellte, wurden 20 hochstämmige Obstbäume gepflanzt, berichtet Hegeringleiter Lutz Wemken. Die Bingo-Umweltstiftung unterstützte die Aktion finanziell.

Ursprünglich war geplant, dass die Jugendgruppe des Hegerings Rastede Nord „Die Falkenaugen“ die Pflanzung vornimmt. Aber wegen des Kontaktverbotes in Zeiten der Coronakrise wurde kurzfristig umgeplant. „Eine zeitliche Verschiebung musste allerdings verworfen werden“, so Wemken. Einerseits sei nicht klar, wie lange das Kontaktverbot gelten wird und andererseits würden die Bäume im späteren Jahresverlauf nicht mehr so gut anwachsen können.

So wurde die Pflanzung von Jugendobfrau Regina Wemken, Hegeringleiter Lutz Wemken und der Falkenaugenabordnung Luna und Lasse Wemken vorgenommen. Da alle vier im gleichen Haushalt leben, bestand auch kein Gesundheitsrisiko.

Es wurden ausschließlich Apfelbäume der unterschiedlichsten Sorten gepflanzt. Diese würden sich auf dem moorigen Boden gut entwickeln, erklärt Lutz Wemken. Vor der Pflanzung wurden die Bäume ausgiebig gewässert, dickere Wurzeln angeschnitten und die Äste der Bäume um etwa 30 Prozent eingekürzt, um ein gutes Anwachsen zu begünstigen.

In die Pflanzlöcher wurde außerdem ein Gittergeflecht locker um das Wurzelwerk gelegt, das verhindern soll, dass Wühlmäuse die Wurzeln anfressen können. Neben jeden Baum kam noch ein Pfahl, an dem die Pflanze mit einem speziellen Kokosband angebunden wurde. Eine Manschette um den Stamm der Pflanze soll verhindern, dass ein Rehbock mit seinem Gehörn oder andere Wildtiere die Rinde verletzen.

Während der Pflanzaktion wurden kleine Videos gedreht und in die WhatsApp-Gruppe der Falkenaugen gestellt. So konnten auch die daheim gebliebenen Kinder das Geschehen verfolgen.

„Bei dieser Aktion haben wir unsere sonst so tatkräftigen ,Falkenaugen‘ sehr vermisst“, sagt Regina Wemken. Es seien aber schon viele neue Projekt in Planung, die dann hoffentlich wieder gemeinsam durchgeführt werden können.