Dass Algenwachstum durch Phosphate begünstigt wird ist lange bekannt – auch bekannt sind die natürlichen Abläufe: Nach dem Aufbringen von Tierexkrementen/ Gülle auf den Boden zerlegen Mikroben die Gülle und machen lösliches Phosphat frei, das mit dem Wasser in unseren See gelangt (...)
Aktuell fordert Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast die Verringerung der Güllemengen, damit Wasser sauber bleibt. Risikogebiete haben Vorrang und zu denen muss z.B. das Einzugsgebiet des Zwischenahner Meeres gehören!(...)
Die vorgestellte „Machbarkeitsstudie“ ignoriert jedoch die Ursache der Belastung des Zwischenahner Meeres mit fast sieben Tonnen Phosphat/Jahr – Phosphat aus einer relativ kleinen Fläche von 55 Quadratkilometern (...).
Statt eine rasche Besserung der See-Qualität durch Verringerung der Gülle-Düngung in Aussicht zu stellen, wird ein Katalog bekannt unwirksamer Maßnahmen vorgebracht – ein aufgeblähtes Arbeitsbeschaffungsprogramm: Ausgaben von etwa 50 Millionen € Euro Steuergeldern bleiben ohne ökologischen und ökonomischen Nutzen und beheben überhaupt nicht die eigentliche Ursache!
Grotesk ist der Vorschlag zur Umleitung der phosphatbelasteten Otterbäke (...) westlich am See vorbei in die Ollenbäke. Dass diese Wassermenge (immerhin 35 Prozent des gesamten Zuflusses von 24 Mio Kubikmeter pro Jahr...) im See fehlt, wird in der Studie heruntergespielt: Der Todesstoß für unser Meer! (...)
Diese „Studie“ ignoriert aber erfolgreiche Verfahren; sie ist weder aktuell noch vollständig – eine Verschwendung unser aller Steuern!
Eine „Generationenaufgabe“ ist überflüssig, wenn auf 5.500 ha weniger oder gar keine Gülle ausgebracht würde und Landwirte dafür belohnt würden! (...)
