Westerstede - Mehr Platz, das Angebot auf einer Etage und ein leichterer Zugang für ihre Dackelhündin Yuki: Darüber hatte sich Heida Winkler, Leiterin der Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Westerstede Mitte Dezember vergangenen Jahres gefreut.
Doch die Freude nach dem Umzug vom Standort Am Achterkamp an die Lange Straße 22 währte nicht lange. Nach der Einweihung mit Bürgermeister Michael Rösner konnte die Kleiderkammer nur einen Tag öffnen. Dann folgte der zweite Corona-Lockdown. Die überwiegend ehrenamtlichen Mitarbeiter hofften damals noch auf einen Neustart nach dem 10. Januar. Wie sich herausstellte, sollte es wesentlich länger dauern.
Strahlende Gesichter bei den Kunden
Jetzt war es aber soweit: Die Kleiderkammer hat am 15. März wieder geöffnet – genau drei Monate nach dem eigentlichen Neustart. „Das Angebot wurde in der ersten Woche bereits wieder super angenommen. Wir kriegen wirklich viele Terminanfragen“, berichtet Alexander Biedermann vom DRK Ammerland.
Das bestätigt auch Winkler: „Die Leute freuen sich, wieder kommen zu dürfen. Sie kommen hier schon mit einem strahlenden Gesicht rein. Das ist wirklich schön.“ Zu ihren Kunden würden auch viele ältere Menschen gehören, „die einfach auch schnacken wollen.“
Kleiderspenden erwünscht
Die Zeit der Schließung hätten sie und ihrer Mitarbeiter zum Ausleeren von Kleidercontainern sowie zum Sortieren, Einlagern und Aufhängen der Ware genutzt. „Es hat sich in der Zeit, in der keiner gekommen ist, ganz schön was angehäuft“, berichtet Winkler, obwohl es während der Schließung leider nicht die Möglichkeit gegeben habe, Kleiderspenden vorbeizubringen.
Nun könnten die Westersteder zu den Öffnungszeiten der Kleiderkammer, die jetzt in direkter Nachbarschaft zum Sozialkaufhaus Schnüsterstuv liegt, aber wieder Kleidung spenden. Spezielle Wünsche hat Winkler dabei nicht: „Wir nehmen immer gern alle möglichen Arten von Bekleidung an. Das geht schnell wieder raus, wenn die Kunden kommen.“
Die DRK-Kleiderkammer in Westerstede kann dienstags bis donnerstags jeweils von 9 bis 15 Uhr nach vorheriger Terminvereinbarung und mit Vorlage des Personalausweises für jeweils 30 Minuten wieder besucht werden. Der Besuch ist nur ohne Corona-Symptome wie Fieber und/oder trockenem Husten sowie ohne Kontakt zu Personen mit Verdacht auf Covid-19 innerhalb der vorherigen zwei Wochen erlaubt. Außerdem ist der Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten und eine FFP-Maske beziehungsweise ein medizinischer Mund-Nasenschutz zu tragen. Am Ein- bzw. Ausgang müssen darüber hinaus die Hände desinfiziert werden Telefonische Terminvereinbarung bei Ramona Möller unter
