• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Ammerland

Durch die Wüste nach Gambia

15.12.2016

Edewecht Von Rodenkirchen über Elisabethfehn und Edewecht quer durch Europa und durch die Wüste nach Gambia: Am 20. Januar startet wieder eine Spendentour der Regionalgruppe Nord der Projekthilfe Gambia. Insgesamt neun Mitgliedern – darunter auch die Edewechter Thorsten Meilahn, Torsten Zehrendt und Olaf Schrör – machen sich dann in drei Fahrzeugen auf die rund 6900 Kilometer lange Fahrt nach Jahaly.

„Es ist ein Herzensprojekt“, meint Thorsten Meilahn. Vor rund 13 Jahren habe Dieter Lieken, Leiter der Regionalgruppe Nord, ihn überredet, mitzukommen. „Im Jahr 2005 bin ich das erste Mal mitgeflogen“, erinnert sich der 43-Jährige. Vier Jahre später sei seine Premiere mit dem Konvoi gewesen. „Ich bin jetzt zum vierten Mal dabei.“

Mit alten Mercedes-Sprintern geht es los. „Auf dem gesamten Weg gebe es nur 70 Kilometer, die in schlechtem Zustand sind“, sagt der Edewechter. Die Transporter seien dort sehr beliebt, gerade die älteren ohne viel Technik: „Die sind besser zu reparieren“, erklärt Thorsten Meilahn. „Sie sind sehr begehrt als Busse.“

Thorsten Meilahn BILD: Privat

Infos zur Projekthilfe Gambia

Der Verein wurde 1985 gegründet und hat rund 52 Mitglieder und circa 300 Förderer und Paten. In den Dörfern Jahaly und Madina in Gambia betreibt die Projekthilfe seit 1991 eine eigene Gesundheitsstation, die „Buschklinik“. Seit 2004 gibt es einen Kindergarten mit angeschlossener Vorschule.

Der Erlös aus dem Verkauf der drei Kleinbusse vor Ort sowie die gesammelten Spenden kommen der Projekthilfe Gambia zu Gute.

Wer die Spendentour unterstützen möchte, kann beispielsweise Kilometer kaufen (zwei Euro/km).

Mehr Infos unter

Mehr Infos unterwww.gambia-spendentour.de

Auf dem Weg nach Gambia werden dann weiter Spenden gesammelt – derzeitiger Zwischenstand: rund 18 000 Euro. „Das Ziel bis zur Abfahrt sind 20 000 Euro“, sagt das Projektmitglied und betont: „Jeder, der mitfährt, zahlt seine Kosten selbst.“ Mit rund 16 000 Euro sei der Jahresbedarf an Medikamenten abgedeckt.

In der Buschklinik würden vor allem Malaria und Wunden behandelt werden. „Gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation können wir auch Aidstests durchführen.“ Zudem gebe es eine Geburtenstation. „Wir arbeiten ausschließlich mit den Einheimischen – alle Krankenschwestern kommen von dort“, erzählt Thorsten Meilahn.

Neben der Buschklinik, in der pro Jahr rund 27 000 Menschen behandelt werden, gebe es mittlerweile auch einen Kindergarten für rund 480 Kinder zwischen drei und sechs Jahren. „Sie sollen dort vor allem Englisch lernen, weil sie sonst nur ihre Stammessprachen kennen“, weiß der Edewechter.

Außerdem gibt es mittlerweile auch Gärten zum Anbauen von Reis, Obst oder Gemüse – je nach Jahreszeit. „Wir liefern Hilfe zur Selbsthilfe“, sagt Thorsten Meilahn.

Einziges Problem: „Am ersten Dezember haben in Gambia Wahlen stattgefunden.“ Der langjährige Machthaber, Präsident Yahya Jammeh, habe verloren. Eigentlich finde Mitte Januar die „Machtübergabe“ statt, doch das sei noch ungewiss. „Eigentlich ist Gambia ein sehr friedliches Land“, erzählt Thorsten Meilahn, der in Edewecht das Seniorenzentrum Adewacht leitet. „Wir haben Beobachter vor Ort – wenn sich die Lage zuspitzt, fahren wir nicht.“ Doch damit rechne er nicht.

Ellen Kranz
Redakteurin
Regionalredaktion
Tel:
0441 9988 2051

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.