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Förderpreis für Astrid-Lindgren-Schule Wenn Begegnungen nur noch am Fenster möglich sind

Freude bei allen Beteiligten: Schüler aus diesem und dem vergangenen AG-Jahr sind stolz auf den Förderpreis. Mit ihnen freuen sich (hi. v.l.) Helge Kahnert, Vorsitzende des Edewechter Seniorenbeirats, Schulleiterin Susanne Behrens, Karin Hoyer, pädaogische Fachkraft, Celia Hobl, Bünting Stiftung, Lehrerin Silke Schütz, (vo. v.l.) Petra Meilahn, Seniorenzentrum Adewacht, Bewohner Siegfried Dröge, und Edewechts Bürgermeisterin Petra Knetemann.

Freude bei allen Beteiligten: Schüler aus diesem und dem vergangenen AG-Jahr sind stolz auf den Förderpreis. Mit ihnen freuen sich (hi. v.l.) Helge Kahnert, Vorsitzende des Edewechter Seniorenbeirats, Schulleiterin Susanne Behrens, Karin Hoyer, pädaogische Fachkraft, Celia Hobl, Bünting Stiftung, Lehrerin Silke Schütz, (vo. v.l.) Petra Meilahn, Seniorenzentrum Adewacht, Bewohner Siegfried Dröge, und Edewechts Bürgermeisterin Petra Knetemann.

Edewecht - Es ist ein festes Ritual. Jeden Mittwoch gehen Schülerinnen und Schüler der Astrid-Lindgren-Schule zum Seniorenzentrum Adewacht und verbringen Zeit mit den Bewohnern. „Begegnung von Jung und Alt“ heißt das Projekt, das fester Teil des Unterrichts geworden ist und auch durch Corona nicht ausgebremst wurde. Für diese besonderen Begegnungen hat die Schule nun den Förderpreis der Johann-Bünting-Stiftung erhalten.

Freude bei allen

„Der Preis ist eine hohe Wertschätzung für unsere Schule“, freut sich Silke Schütz. Die Lehrerin betreut das Projekt gemeinsam mit der pädagogischen Fachkraft Karin Hoyer an der Schule für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen in den Förderschwerpunkten Lernen und geistige Entwicklungen.

Seit elf Jahren gibt es das Projekt. Und eigentlich waren die Begegnungen zwischen Jung und Alt immer ganz einfach. „Sobald wir das Seniorenzentrum betreten hatten, begannen die Begegnungen“, berichtet Karin Hoyer.

Es wurden Hände geschüttelt, Fragen gestellt, gelacht, auch mal über ernste Themen geredet. Es wurde gebastelt, gebacken, gemeinsam Gymnastik betrieben, Spiele gespielt. „Es war für beide Seiten ein Höhepunkt im Wochenablauf“, sagt sie.

Die Corona-Pandemie sorgte dann für ein abruptes Ende der lieb gewonnenen Besuche. „Wie können unter diesen Bedingungen Begegnungen gelingen, fragten wir uns“, sagt Silke Schütz. Klar war aber für Schüler und Lehrer, dass ein Aufgeben nicht in Frage kam. Da die Kontaktbeschränkungen einen Besuch im Seniorenzentrum unmöglich machten, mussten neue Wege für Begegnungen gefunden werden. Die Lösung hieß Fensterbesuche. Die Schülerinnen und Schüler versammelten sich im Eingangsbereich, vor dem Fenster im ersten Obergeschoss die Senioren.

Festes Ritual

Winken und Kusshände gehören nun zum festen Ritual, auch kleine Gespräche. Bastelaufträge der Senioren wurden von den Schülern übernommen, mit Steckbriefen stellten diese sich vor, große Themenplakate wurden erstellt, auf denen sich beide Seiten, liebevoll „Die Fensterbande“ genannt, wiederfinden. Mittels Memory-Spielen und Puzzles erfuhren Schüler und Senioren mehr über den jeweiligen Alltag. An Ideen hat es den Schülern nicht gemangelt. Das gilt auch für die Nach-Corona-Zeit. Dann sind, neben wirklichen Begegnungen, gemeinsame Kino-Nachmittage geplant. Natürlich mit Astrid-Lindgren-Filmen.

Mit Herzblut

Über 40 Vorschläge aus dem gesamten Bünting-Geschäftsgebiet wurden eingereicht. Was den Ausschlag für die Astrid-Lindgren-Schule gegeben hat? „Ihr wart einfach klasse“, formulierte es Stiftungs-Vertreterin Celia Hübl bei der Übergabe des Preises. Die Schüler steckten viel Herzblut in das Projekt, ganz besonders in Corona-Zeiten. „Das Projekt ist gerade für die in der Corona-Zeit sehr einsamen älteren Menschen eine wunderschöne Idee, aber auch für die jüngere Generation eine schöne Aufgabe“, findet Helge Kahnert, Vorsitzende des Edewechter Seniorenbeirates und Unterstützerin der Bewerbung.

Ein Teil des Preisgeldes in Höhe von 5000 Euro soll in das gemeinsame Projekt fließen. „Der Großteil soll aber der gesamten Schule zugutekommen“, verriet Silke Schütz. Die Astrid-Lindgren-Schule möchte gerne eine Snoezel-Raum einrichten – und dafür kommt das Geld genau richtig.

Lars Ruhsam
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