Edewecht - Die Einschulung ist immer ein besonderes Ereignis und für die Eltern der frisch gebackenen Erstklässler eine Herausforderung. Umso mehr, wenn nicht nur ein Kind, sondern gleich drei auf einmal in die erste Klasse kommen sollen – wie bei der Edewechter Familie Brunken. Die feiert an diesem Samstag die Einschulung der Drillinge Ludo, Onno und Gero.
In Zukunft wird es im Haus von Tanja und Rainer Brunken wohl zumindest vormittags sehr viel ruhiger zugehen. Denn nicht nur die drei Brüder, sondern auch ihre beiden großen Schwestern sind dann in der Schule. „Ich freue mich, wenn der geregelte Alltag wieder da ist“, sagt Tanja Brunken.
Alle in eine Klasse?
Darüber, ob die drei Söhne lieber drei verschiedene Klassen besuchen sollen, haben Tanja und Rainer Brunken lange nachgedacht. Am Ende war aber die Entscheidung gefallen, dass alle in dieselbe Klasse kommen sollen – auch, weil Ludo, Onno und Gero überhaupt nicht getrennt werden wollten.
„Ich denke auch, dass es wesentlich einfacher für uns wird“, sagt ihre Mutter. Schließlich würde sonst alles gleich in dreifacher Ausführung auf sie zukommen: Klassenlehrer, Stundenpläne, Elternabende, Klassenfeiern – die Liste ist lang.
Dreifache Vorbereitung
Übung in der Vorbereitung auf die ersten Schultage haben sie und ihr Mann bereits. Im vergangenen Jahr wurde ihre Tochter Hanna eingeschult, einige Jahre davor die heute zwölfjährige Enna. „Im letzten Jahr war alles etwas entspannter“, erinnert sich Tanja Brunken an die Einschulung ihrer jüngeren Tochter. In diesem Jahr kam nun alles im Dreierpack auf sie zu.
Schulranzen und Mäppchen mussten ausgesucht und bestückt, Bücher und Hefte besorgt und alles, vom Sportbeutel bis zum Bleistift, mit Namen beschriftet werden, damit auch nichts verloren geht. „Ich weiß noch von meiner Ersten, wie anstrengend es war, alles per Hand zu beschriften.“ Daher wurden die Schulsachen aller Kinder in diesem Jahr mit Namensaufklebern bestückt. Einige Stunden nahm das aber dennoch in Anspruch, erzählt Tanja Brunken.
Drei neue Gesichter
Ob sich Ludo, Onno und Gero schon auf die Schule freuen? „Ja“, sind sich die drei einig. Die Vorstellung, was sie in den kommenden Jahren erwartet, geht in der Familie aber noch etwas auseinander. „Spielen, spielen, spielen“, meint Onno. Dass es in der Schule aber manchmal auch ums Lernen geht, haben die beiden älteren Schwestern Hanna und Enna bereits verraten – und mit den kleinen Brüdern schon mal ein paar Rechenaufgaben geübt.
Sich neue Gesichter zu merken, ist ja so eine Sache. Selbst, wenn sich zwei Menschen eigentlich kaum ähnlich sehen, kann es da gerade am Anfang zu Verwechslungen kommen. Kann man es den Lehrern und Mitschülern, die die Drillinge nun zum ersten Mal treffen, da nicht ein wenig einfacher machen?
Hier schafft der Friseurbesuch Abhilfe: Onno, Ludo und Gero tragen die Anfangsbuchstaben ihrer Namen am Hinterkopf. So sollte es hoffentlich nicht zu Verwechslungen kommen, auch, wenn die drei immer noch am liebsten die gleichen Sachen anziehen.
O, L und G: Ihre Eltern können die drei Jungs zwar problemlos auseinanderhalten. Um aber die neuen Lehrer und Mitschüler am Anfang zu unterstützen, tragen Onno, Ludo und Gero die Anfangsbuchstaben ihres Namens in der Frisur. Foto: Wollenberg
