Edewecht - Normalerweise beginnt die Saison beim Sportabzeichen-Stützpunkt Edewecht jeweils Mitte Mai, im letzten und auch in diesem Jahr musste der Beginn allerdings in den Juni verschoben werden. Seit zwei Wochen wird wieder im Sportpark Göhlenweg trainiert, um das große Ziel zu schaffen: Das Deutsche Sportabzeichen, möglichst in Gold.
Prüfungstag
Jeden Montag treffen sich hier in der Zeit von 18 bis 20 Uhr Sportinteressierte, die sich den Herausforderungen stellen wollen, und Prüfer, die alles dokumentieren. „Mit der Resonanz an den ersten Montagen bin ich sehr zufrieden“, sagt Egbert Kosmis, seit diesem Jahr Leiter des Sportabzeichen-Stützpunktes. „Es sind schon jetzt neue Personen dabei, die sich die zu bewältigende Aufgaben nicht nur anschauen, sondern fleißig trainieren. Einer hat übrigens bereits seine Sportabzeichen-Prüfung in Gold erfolgreich absolviert.“
Einige, das sind die Erfahrungen aus den letzten Jahren, kommen öfter hierher, bevor sie sich mit Zeiten und Weiten prüfen lassen, andere schauen sich die Aufgaben in den vier Kategorien Ausdauer, Kraft, Koordination und Schnelligkeit an, bevor sie sich den Prüfungen stellen. „Im Schnitt kommen die Teilnehmer bis zu vier Mal, bevor sie ihre Zeiten registrieren lassen“, ist die Erfahrung von Kosmis. Jeder kann übrigens, wenn er mit den gezeigten Ergebnissen nicht zufrieden ist, sich jederzeit aufs Neue prüfen lassen.
Spaß am Sport
Martin Kastenbein reicht es nicht mehr aus, eine Übung pro Kategorie zu absolvieren, um das begehrte Sportabzeichen zu erhalten. Der Edewechter hat sich vorgenommen, alle Übungen im Laufe der Saison zu absolvieren (pro Kategorie können die Teilnehmer aus vier bis fünf Übungen auswählen, in denen sie sich prüfen lassen wollen). „Es ist ein Wettbewerb zwischen einem Arbeitskollegen und mir, den wir hier spaßeshalber durchführen“, erzählt er. Beim 100 Meter-Sprint hat er das Nachsehen, dafür überzeugt er beim Schleuderball mit weit über 40 Meter und lässt seinen Arbeitskollegen souverän hinter sich.
„Mir reicht es einfach nicht, nur einmal hier zu sein, die Aufgaben zu erfüllen und wieder zu gehen. Hier herrscht ein großes ‚Wir‘ vor, jeder hilft den anderen und wir freuen uns, wenn der andere sein Ziel erreicht hat“, ist er von der Atmosphäre vor Ort total begeistert. „Wir haben schon die ganze Zeit darauf gewartet, dass die Saison endlich startet.“
Ziele
Seit gut sechs Jahren stellt sich Martin Kastenbein den sportlichen Herausforderungen, die er bisher jedes Mal erfolgreich bewältigen konnte. Dieses Mal hat er seine 7-jährige Tochter überreden können, mitzukommen. „Ich möchte mich gern am Generationsabzeichen mit meiner Familie beteiligen. Meine Tochter konnte ich bereits überreden, beim Opa ist das noch nicht gelungen. Aber ich gebe nicht auf“, gibt sich der 30-Jährige optimistisch.
