Edewecht - Über zwei Jahre haben sich die Edewechter Johanniter Gedanken darüber gemacht, wie man verletzte Personen am besten aus unwegsamen Gelände retten könnte. Bei Outdoor-Veranstaltungen, wie Tractor-Pulling, Vielseitigkeitsreitturnieren, Auto-Cross und vielen mehr, müssen schon mal Verletzte aus Geländebereichen gerettet werden, die man mit einem Rettungswagen, insbesondere nach längeren Regenfällen, nicht befahren kann.

„Gerade nach längeren Regenfällen sind viele Gelände nicht mehr befahrbar, daher sind wir zu dem Entschluss gekommen, eine ,Mule’ einzusetzen, da diese auch von einigen Veranstaltern als Service-Fahrzeuge benutzt werden“ so Axel Appeldorn von den Johannitern: „Die Entscheidung fiel dann auf ein geländefähiges Fahrzeug der Marke John Deere, dass für unsere Zwecke noch entsprechend umgebaut wurde.“ Zunächst musste die Finanzierung geklärt werden. Die Johanniter starteten einen Spendenaufruf auf den viele Firmen, Vereine und auch Privatleute reagierten. Nachdem die Finanzierung stand, wurde das Fahrzeug bereits im Oktober 2019 gekauft.

Es mussten viele Teile demontiert werden, damit sie lackiert werden konnten. Danach wurde alles wieder zusammengesetzt – und die Beklebung erfolgte. Über den Winter hat sich dann Simon Thien, Mitglied bei den Johannitern in Edewecht, an den Umbau gemacht. Er baute die „Mule“ so um, dass man einen Patienten damit liegend aus unwegsamen Gelände transportieren kann.

Zur Ausstattung gehören jetzt eine Katastrophen-Schutztrage, eine Schaufeltrage, eine Vakuummatratze und auch ein Notfallrucksack. Außerdem versah Thien das Fahrzeug mit einer Blaulichtanlage, Martinshorn und zusätzlichen Warnlichtern. Für das Entwerfen der „Tragen-Aufnahme“, der Herstellung und Montage wendete er über 100 Stunden auf.

Nachdem durch die Corona-Pandemie der Einweihungstermin Anfang des Jahres ausfallen musste, konnte dieser nun nachgeholt werden. Selbstverständlich unter Einhaltung der Corona-Vorschriften.