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Modellbau Ein filigranes Hobby, das ansteckt

Erhard Drobinski

Edewecht - Weit über 250 Schiffsmodelle, aber auch Lkw und Pkw mit Verbrennungs- oder Elektromotoren konnten am Sonntag in der Aula der Außenstelle des Gymnasiums Bad Zwischenahn-Edewecht in Edewecht bestaunt werden. Schiffe von den Luxuslinern der „Aida“, Seenotrettungskreuzer, aber auch Fähren, Frachtschiffe, Schlepper und Rennboote zeigten die Vielfalt der Modelle.

Die Ausstellung und Präsentation der verschiedenen Modelle fand zum ersten Mal in Edewecht statt. Eingeladen hatte der Schiff-Modell-Club Bad Zwischenahn-Edewecht mit seinem Vorsitzenden Heiko Döhren. „Sechs Vereine, darunter einer aus Groningen, sind heute dabei, um sich und ihre Arbeiten zu präsentieren.“ Die Schiffe wurden entsprechend den Originalen maßstabsgerecht nachgebaut.

Auch für die Jüngeren

Da auch Schiffbauer gern mit Autos spielen und auch hier entsprechende Modelle entstehen lassen, wurde die Ausstellung auch für andere Fahrzeuge geöffnet. „Wir konzentrieren hier uns nicht auf eine Sache, sondern sind vielseitig“, erzählte Dieter Meyer, Mitglied bei den Schiff-Modellern. „Ich selbst habe zu Hause auch einige Autos zusammengeschraubt.“

„Wir wollen unser Hobby präsentieren und dadurch vielleicht auch das eine oder andere neue Mitglied gewinnen“, beschrieb Heiko Döhren ein Ziel der Veranstaltung. „Wie viele andere Vereine auch, suchen wir junge Menschen und möchten sie begeistern.“ Der Ansatz scheint zu gelingen, da Besucher nicht nur zum Schauen kamen, sondern sich auch ausführlich mit den Mitgliedern der teilnehmenden Vereine austauschten.

Dass dieses Hobby, das auch technisches Verständnis voraussetzt, bereits etwas für Jüngere ist, machte an diesem Tag Laurien deutlich. Der 6-Jährige hat sich von seinem Vater Wolfgang anstecken lassen und zu Hause sogar sein erstes Boot zusammengesetzt. „Heute ist es nicht dabei, sondern nur die Boote von meinem Papa“, erzählte der Junge. In jedem Fall will das jüngste Mitglied des Schiff-Modell-Clubs Bad Zwischenahn-Edewecht hier weitermachen und freut sich schon darauf, wenn er alt genug ist, seine eigenen Modelle zu bauen und zu präsentieren.

Auf dem Wasser lässt er die Schiffe bereits fahren, hierzu benötigt er keine Hilfe. „Zu Hause habe ich auch noch ein ferngesteuertes Auto, aber das mit den Schiffen macht mir viel mehr Spaß.“

Insgesamt wurde die erste Modell-Ausstellung in Edewecht sehr gut angenommen. „Von der Resonanz her sind wir begeistert, alle Altersgruppen sind hier vertreten. Das Interesse ist sowohl bei Frauen als auch bei Männern vorhanden“, freute sich Döhren. In Westerstede wird eine ähnliche Veranstaltung alle zwei Jahre durchgeführt. „Wir haben jetzt ein Zwischenjahr genommen und wollen – wenn die Gemeinde Edewecht mitspielt – diese Sache künftig zweijährig im Wechsel mit Westerstede durchführen.“

Gemeinsam basteln

 Interessierte ältere Kinder und Jugendliche können übrigens an dem Basteln am Freitag in geraden Wochen teilnehmen – im „Haus der Begegnung“ in Edewecht zwischen 18 und 20 Uhr. Hier können erste Schiffsmodelle kreiert werden. Die erste Aktion auf dem vereinseigenen See am Espergöhlen in Portsloge findet zu Ostern statt. Neben dem Anschwimmen der Boote und Schiffe werden die jungen Besucher auf Ostereier-Suche geschickt.

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