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nordwest-zeitung

Oldenburger Straße in Edewecht „Rumpelpiste“ soll endlich erneuert werden

Edewecht - Dieses „besondere“ Fahrerlebnis kennt wohl jeder Edewechter und jeder, der mal durch den Ort gefahren ist. Auf der Oldenburger Straße (L 828) ruckelt und rumpelt es heftig, wenn man mit dem Auto über den Asphalt fährt. Die Fahrbahn ist seit geraumer Zeit in einem schlechten Zustand und gleicht wegen der vielen Nachbesserungen einem Flickenteppich. Deshalb wird nun nach der Hauptstraße die nächste Hauptverkehrsader in der Edewechter Ortsdurchfahrt angegangen.

„Das ist eine lang ersehnte Maßnahme, die nicht nur die Fahrbahn, sondern auch die Rad- und Gehwege sowie die Parkplätze betrifft“, sagte Rolf Torkel, Allgemeiner Vertreter von Bürgermeisterin Petra Lausch. Die Verwaltung habe die Planung angesichts des schlechten Zustandes der Fahrbahn und großer Teile der Nebenanlagen mit der niedersächsischen Straßenbauverwaltung sowie dem Ingenieurbüro Thalen angestoßen.

Pläne vorgestellt

Im Straßen- und Wegeausschuss am Montagabend wurden die Pläne vorgestellt, die als Grundlage für das Planfeststellungsverfahren und die Kostenteilung dienen sollen.

Das Land Niedersachsen ist für die Fahrbahn und deren Entwässerung zuständig, die Gemeinde für die Nebenanlagen. Nach derzeitigen Schätzungen werden sich die Kosten auf 2,6 Millionen Euro belaufen. Laut Rolf Torkel soll das Land den „Löwenanteil“ von 66 Prozent tragen, die Gemeinde käme dann für die restlichen 34 Prozent auf.

So verläuft die Strecke

Die Oldenburger Straße soll auf einer Länge von 1,2 Kilometern vom Knotenpunkt an der Hauptstraße bis zum Ende der Ortsdurchfahrt kurz hinter dem Markenweg erneuert werden. Laut Klaus Eiting vom Ingenieurbüro Thalen ist zur Ecke Holljestraße ein beidseitiger asphaltierter Radweg mit einer Mindestbreite von zwei Metern geplant. Der gepflasterte Gehweg wird durchgängig meist mindestens 1,5 Meter breit sein. „An einigen Stellen kann er bis ein einen Meter reduziert werden“, sagt Eiting. Zwischen Rad- und Gehweg gibt es einen 30 Zentimeter breiten Begrenzungsstreifen, der auch Sehbehinderten und Blinden durch Material und farblichen Kontrast als Orientierungshilfe dient.

Vorschläge aus der Politik

Die Fahrbahn soll eine Breite von sieben Metern haben. Eiting begründet dies mit dem hohen Lkw-Aufkommen. Hier merkte Knut Bekaan (SPD) die geringere Fahrbahnbreite in Oldenburg von 6,50 Metern an. Bekaan und Hergen Erhardt (Grüne) wollen sich außerdem für den Erhalt möglichst vieler Bäume einsetzen – auch wenn dafür weitere Flächen gekauft werden müssten.

Jörg Korte (UWG) begrüßte die Planung: „Dadurch werden die schwächeren Verkehrsteilnehmer besser geschützt.“ Um einige Bäume sei es zwar schade, Sicherheit gehe aber vor. Das sah auch Heidi Exner (CDU) so. „Wir sollten auf Ersatzgrün pochen, denn das Ortsbild ändert sich“, sagte sie.

Darüber hinaus empfahl Bekaan eine Querungshilfe bei der Bushaltestelle am Jüchterweg. Der Bedarf werde laut Verwaltung durch ein beauftragtes Verkehrsgutachten geprüft. Roland Jacobs (SPD) schlug vor, die Druckampel an der Ecke Holljestraße weiter in Richtung Ortsausfahrt zu verlegen, um Fahrradfahrern das Abbiegen zu erleichtern. Arno Frahmann (CDU) wies darauf hin, ausreichend Parkplätze zur Verfügung zu stellen.

Arne Erik Jürgens
Arne Erik Jürgens Thementeam Polizei/Justiz
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