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Kultur in Edewecht Kulturbetrieb soll wieder durchstarten

Soll nun endlich bei de Marktsause auftreten: Stefan Gwildis (Mitte) mit seinem Quartett

Soll nun endlich bei de Marktsause auftreten: Stefan Gwildis (Mitte) mit seinem Quartett

Edewecht - Nein, sagt Kerstin Borm, schön sei das nicht gewesen. In den vergangenen Jahren musste die Leiterin des Kulturbüros der Gemeinde Edewecht immer wieder Veranstaltungen absagen und verschieben, Künstler vertrösten. Nun aber plant sie mit großer Hoffnung an dem Kulturprogramm für 2022. „Es macht wieder Spaß zu planen, weil ich sicher bin, dass wieder etwas stattfinden kann“, sagt sie.

Das war 2020 und 2021 nicht unbedingt der Fall. 2020 fand die Comedy Nacht im Autohaus Hilgen noch statt, danach kam der Lockdown und an Veranstaltungen, schon gar nicht mit vielen Menschen, war nicht mehr zu denken.

Marktsause geplant

Dem fiel auch die für Sommer 2020 geplante große Marktsause zum Opfer. Public Viewing zur Fußball-EM sollte es geben, dazu Konzerte mit Stefan Gwildis und Yared Dibaba, eine Schlagernacht. „Das ging natürlich alles nicht“, sagt Kerstin Borm und setzte ganz sicher auf 2021. Das Ergebnis ist bekannt, auch in diesem Jahr gab es keine Marktsause. Für 2022 ist sie jedoch zuversichtlich, die Großveranstaltung endlich stattfinden lassen zu können. Und sowohl Stefan Gwildis, gemeinsam mit seinem Quartett, als auch Yared Dibaba mit seinen „Schlickrutscher“ werden dabei sein. Als weitere Künstler wird das Bremer Duo „Voice over Piano“ auftreten. Sie werden sowohl ihr Programm „Grenzenlos frei“ präsentieren als auch mit „Märchenzauber“ ein Programm für Familien.

Zu Jahresbeginn soll auch das Neujahrskonzert mit dem Niedersachsen Sound Orchester stattfinden. Drei Auftritte vom 14. bis 16. Januar in der Aula der Außenstelle des Gymnasiums am Göhlenweg sind vorgesehen. Für das erste Halbjahr 2022 ist auch ein Nachholtermin für die Lesung mit dem Vatikan-Experten Andreas Englisch fest geplant. Der genaue Termin steht noch aus.

Klassik im Bullenstall

Ebenfalls gesetzt für das kommende Jahr ist wieder die „Klassik im Alten Bullenstall“ auf dem Hof von Anke und Brun zu Jeddeloh in Jeddeloh I an zwei Abenden Ende August. „Die Veranstaltung hat sich etabliert und wird stark nachgefragt. Die Leute freuen sich darauf“, sagt Kerstin Borm. Die Veranstaltung hat, mit einem entsprechenden Hygienekonzept, auch in diesem und im vergangenen Jahr stattfinden können, mit guten Besucherzahlen trotz Abständen und Masken. „Das hat gezeigt, wie sehr die Leute kulturelle Veranstaltungen vermisst haben“, ist Kerstin Borm überzeugt.

Eine Premiere gab es im Sommer für die Veranstaltung „3 Höfe, 3 Konzerte“, die das Kulturbüro gemeinsam mit der Oldenburger Hildegard-Schnetmann-Stiftung durchgeführt hat. „Die Resonanz war enorm“, freut sich die Kulturbüro-Leiterin. 2022 wird es dieses Format aber wahrscheinlich nicht geben. Gemeinsam mit der Stiftung arbeitet sie aber an einem Format für die ganz Kleinen, Arbeitstitel „Sitzkissen-Konzert“.

Annie Heger zu Gast

Und in diesem Jahr? „Die Lesung mit Hasnain Kazim konnten wir, nach zweimaliger Verschiebung, durchführen“, sagt Kerstin Borm. Am 17. Dezember ist Annie Heger um 20 Uhr zu Gast in der Aula des Gymnasiums. Im Gepäck hat sie ihr neues Album „Bethlehem“, in dem es, der Name lässt es vermuten, um die Weihnachtsgeschichte geht. Allerdings verpackt Annie Heger diese in zwölf Titeln und in ein neues Gewand. Weihnachtlich wird es auch schon am Samstag, 27. November in der Edewechter Christuskirche. Um 20 Uhr möchte Ivo Berkenbusch gemeinsam mit Kammersänger Paul Brady und Pianistin Anorthe Eckert mit einem neuen Programm wieder musikalisch auf das Weihnachtsfest einstimmen.

Lars Ruhsam
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