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NWZonline.de Region Ammerland

Straße mit vielen Unfällen: Tempolimit auf Edewechter B 401 weiter nicht in Sicht

07.10.2022

Edewecht Ob Überholmanöver in der letzten Sekunde oder fehlender Sicherheitsabstand – wer regelmäßig auf der Küstenkanalstraße unterwegs ist, erlebt häufig gefährliche Situationen. Unfälle sind keine Seltenheit. Meist bleibt es bei Blechschäden, immer wieder werden aber auch Menschen verletzt. 2021 gab es zehn schwere Unfälle. Zuletzt sind nach einem missglückten Überholmanöver am 15. September bei Friesoythe drei Männer lebensgefährlich und fünf schwer verletzt worden.

Forderung nach Tempolimit

Die Grünen-Fraktion im Edewechter Gemeinderat versucht immer wieder, auf eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h und ein Überholverbot hinzuwirken und hat schon mehrere entsprechende Anträge gestellt. Bislang erfolglos. Auch die jüngste Rückmeldung aus dem Straßenverkehrsamt des Landkreises Ammerland zeigt: ein durchgehendes Tempolimit ist weiterhin nicht in Sicht.

Auslöser für die Anfrage der Gemeinde Edewecht an den Landkreis war ein Bericht über den Unfallschwerpunkt an der Kreuzung Küstenkanalstraße/Wischenstraße in Jeddeloh II. Dass die Verkehrsunfallkommission keinen weiteren Handlungsbedarf sah, stieß bei den Ausschussmitgliedern auf Unverständnis. Es kam die Bitte auf, noch einmal beim Landkreis nachzufragen. Die Verwaltung bat das Straßenverkehrsamt daraufhin erneut um Überprüfung der Forderungen, die Geschwindigkeit zu begrenzen, ein Überholverbot zumindest im Bereich von Hofeinfahrten einzuführen sowie verstärkt Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen. Der Bericht in der nächsten Sitzung zeigte: ohne Erfolg.

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„Keine neuen Anhaltspunkte“

Die stellvertretende Leiterin des Straßenverkehrsamtes Lena Schneider begründet die Ablehnung auf Anfrage der NWZ wie folgt: „Die in der Sitzung vorgetragenen Bedenken und Hinweise wurden bereits im Rahmen vergangener verkehrsbehördlicher Entscheidungen berücksichtigt.“ Es gebe keine neuen Anhaltspunkte für eine erneute verkehrsbehördliche Überprüfung. Die B 401 sei immer wieder Thema bei Beratungen des Landkreises mit der Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt/Ammerland sowie der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Zudem würden an den eingerichteten Messstellen in regelmäßigen Abständen Geschwindkeitsmessungen durchgeführt.

Grünen-Fraktionsvorsitzender Uwe Heiderich-Willmer kann die Entscheidung nicht nachvollziehen. „Was soll denn noch alles passieren, damit die endlich mal aufwachen?“ Er ist selbst Anlieger an der B 401 und weiß, wovon er spricht. Regelmäßig beobachtet er „unheimlich gefährliche Situationen“. Allein das Abbiegen auf die Höfe sei ein Risiko – sei es, weil jemand die Absicht nicht sieht und auffährt oder trotzdem einfach überholt.

Auf Betroffene hören

Eine Messung der Durchschnittsgeschwindigkeit hält Heiderich-Willmer für nicht zielführend. Denn während der Stoßzeiten morgens und abends könne ohnehin nicht schnell gefahren werden. Und auch ein Blick auf die Unfallzahlen helfe nur bedingt: „Die gefährlichen Situationen, die gerade noch gut gegangen sind, werde nicht gezählt.“ Er findet, dass daher auf die Erfahrung der Betroffenen gehört werden sollte.

Er ist davon überzeugt, dass Tempo 80 an der Gefährlichkeit der B 401 etwas ändern würde. In Hessen sei auf einer ähnlichen Bundesstraße die Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h beschränkt und stationäre Blitzer aufgestellt worden. Die Zahl der Unfälle sei daraufhin schlagartig zurückgegangen.

Wie es mit dem Thema weitergeht? „Ich bin ratlos, wie sich noch etwas ändern kann“, sagt Heiderich-Willmer. „Wir haben es schon so oft versucht.“ Dabei zeige die Stadt Oldenburg, wie es gehen kann. Ab der Stadtgrenze ist auf der Küstenkanalstraße die Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h begrenzt.

Marlis Stein Redakteurin / Redaktion Westerstede
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