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Lastenräder in Edewecht: Richtlinie wurde abgelehnt In Edewecht werden Lastenräder vorerst nicht gefördert

Werden immer beliebter: Lastenfahrräder. Doch eine eigene Förderrichtline für die Gemeinde Edewecht wird es vorerst nicht geben.

Werden immer beliebter: Lastenfahrräder. Doch eine eigene Förderrichtline für die Gemeinde Edewecht wird es vorerst nicht geben.

Edewecht - Vorerst wird es in Edewecht keine eigene Richtlinie zur Förderung von Lastenrädern und Fahrradanhängern geben. Diese Entscheidung im jüngsten Ausschuss für Landwirtschaft, Klima- und Umweltschutz sorgt für Enttäuschung bei der SPD, die einen entsprechenden Antrag gestellt hatte. „Wir müssen im Ort Edewecht die Verkehrsproblematik in den Griff bekommen – auch was fehlende Parkplätze angeht. Im Verkehrsgutachten steht, dass durch Lastenfahrräder der Einzugsbereich für Pkw verringert werden könnte“, sagte SPD-Ratsherr Hans Fittje.

Lastenräder im Trend

In ihrem Vorschlag hatten sich die Sozialdemokraten an den Förderrichtlinien in der Stadt Oldenburg orientiert. Dort wurden den Einwohnern insgesamt 100.000 Euro für die Anschaffung von Lastenfahrrädern zur Verfügung gestellt. Diese Summe war in kürzester Zeit aufgebraucht. Die SPD hatte sich eine an die Größe der Gemeinde angepasste Förderung gewünscht. „Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung sind ausdrücklich positiv. Auch Fahrradhändler sagen, dass die Anfragen ständig mehr werden“, so Fittje.

Grundsätzlich unterstützt auch die Verwaltung eine Anschaffung von Lastenfahrrädern aus Klimaschutzgründen. „Lastenräder und Fahrradanhänger können zur Senkung von Treibhausgasemissionen im Gemeindegebiet beitragen. Viele Alltagswege, wie der Transport von Kindern zur Kindertagesstätte oder die Erledigung von Einkäufen etc. können mit einem Lastenrad oder einem Fahrrad mit Anhänger nahezu emissionsfrei zurückgelegt werden“, schreibt die Gemeinde. Jeder nicht mit dem Pkw zurückgelegte Kilometer würde dabei im Schnitt rund 154 Gramm Treibhausgasemissionen vermeiden.

Förderung vom Land

Allerdings wurde auf eine Förderrichtlinie verwiesen, die das Land Niedersachsen erarbeitet. Die Veröffentlichung sei nach der Sommerpause vorgesehen. Gefördert werden sollen Privatpersonen, Vereine, Verbände, Kleinstunternehmen und ähnliches. Darin sah Fittje kein Problem: „Wir könnten es so formulieren, dass wir in Edewecht sofort loslegen. Wenn dann eine Landesförderung greift, setzen wir unsere Richtlinie aus und machen erst weiter, wenn die des Landes nicht mehr greift.“

Damit konnte er die anderen Ausschussmitglieder allerdings nicht überzeugen. Mit sechs zu drei Stimmen wurde der Antrag abgelehnt. „Wir sind der Auffassung, dass wir erst eine Richtlinie des Landes abwarten sollten. Außerdem halten wir das Windhundverfahren für fraglich. Man kann nicht erwarten, dass eine normale Familie gleich im ersten Moment zugreift. Ich habe die Sorge, dass vor allem Firmen diese Fahrräder kaufen könnten“, sagte Wolfgang Diedrich (CDU).

Auch Thomas Apitzsch (UWG) war „nicht überzeugt von Förderung. Weil wir gerade Steuererhöhungen beschlossen haben, müssen wir mit dem Geld sparsam umgehen. Es wäre ein falsches Zeichen jetzt so ein Projekt zu fördern.“ Für Hergen Erhardt (Grüne) ist klar: „Wir sollten erstmal die Fahrradwege richtig hinbekommen, bevor wir mit sowas anfangen.“

Arne Erik Jürgens
Arne Erik Jürgens Thementeam Polizei/Justiz
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