Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Verkehrsgutachten vorgelegt So sollen Edewechts Straßen sicherer werden

Viel befahrene Kreuzung in Edewecht: Mitten durch den Ort fahren viele Lkw, Berufspendler und Menschen, die einkaufen wollen. Ein Verkehrsgutachten soll aufzeigen, was verbessert werden kann.

Viel befahrene Kreuzung in Edewecht: Mitten durch den Ort fahren viele Lkw, Berufspendler und Menschen, die einkaufen wollen. Ein Verkehrsgutachten soll aufzeigen, was verbessert werden kann.

Edewecht - Mit einem neuen Verkehrskonzept sollen die Straßen und Wege in der Gemeinde Edewecht für die Zukunft gerüstet werden. Lothar Zacharias hatte mit seinem Verkehrsplanungsbüro die Untersuchungen durchgeführt. Im Straßen- und Wegeausschuss stellte er das Konzept nun vor. Wo es im Edewechter Verkehr stockt, konnte der Planer den Ratsherren schnell vor Augen führen: „Zwischen 16 und 17 Uhr gibt es immer einen kleinen Stau an der zentralen Kreuzung vor dem Rathaus.“

Immer mehr Verkehr

Der Schwerpunkt der Untersuchungen lag auf den beiden Grundzentren Edewecht und Friedrichsfehn, aber auch die übrigen Ortsteile wurden einbezogen. Untersucht wurde nicht nur der Auto- und Lkw-Verkehr, auch die Rolle von Fahrrädern, Fußgängern und dem Öffentlichen Nahverkehr wurde einbezogen. „Die Einwohnerzahlen steigen, also gibt es auch mehr Verkehr“, so Zacharias. Allerdings sei das Wachstum endlich, meint der Planer. Der rasante Anstieg seit den 70er Jahren sei abgeflaut.

Probleme sieht Zacharias auch im öffentlichen Nahverkehr. Dieser sei nicht optimal nutzbar. „Es ist teilweise ziemlich schwierig, den richtigen Fahrplan für den Bus zu finden“, sagt Zacharias. Es gäbe zwar eine hervorragende Verbindung nach Bad Zwischenahn, abends fahre aber kein Bus mehr. Auch nach Oldenburg komme man nur im Stundentakt. „Man muss eine attraktivere Verbindung haben“, so der Verkehrsplaner.

Radfahrer auf Straßen

Für andere Verkehrsteilnehmer gilt: Die Gehwege sind zu schmal – und Radfahrer werden wegen Pedelecs und anderen technischen Neuerungen immer schneller. „Eigentlich gehören die Räder auf die Fahrbahn. Das traut sich bei dem Verkehr aber kaum jemand zu“, meint Zacharias. Deshalb müsste die Geschwindigkeit auf 30 km/h gesenkt werden, wo Radfahrer unterwegs sind: „Das ist aber rechtlich nicht zulässig, nur vor Schulen und Altenheimen.“ Zacharias verweist dabei auch auf das Modellprojekt Tempo 30, für das die Gemeinde ausgewählt worden ist. Eine Lösung könnte die Ausweisung von Fahrradstraßen sein, wo Radfahrer immer Vorrang haben.

Auf der Hauptstraße haben die Verkehrsplaner über 10.000 Fahrzeuge pro Tag gemessen. Hohe Belastungen gibt es auch auf der Oldenburger Straße und in Friedrichsfehn. Auf der Friedrichsfehner Straße verkehren sogar die meisten Fahrzeuge. Es sind bis zu 14.000 am Tag. Die Zahlen beziehen sich auf Werktage innerhalb von 24 Stunden. Die Kreisstraßen sind mit mehreren Tausend Fahrzeugen am Tag belastet. „Das sind vor allem Berufspendler, Einkäufer oder Menschen, die zum Arzt wollen“, so Zacharias. Besonders belastend sei der Schwerverkehr, der vor allem über die Industriestraße verkehrt.

Morgens am meisten

Eine Berufsverkehrsspitze haben die Planer gegen 6 Uhr morgens beobachtet. „Nachmittags zieht sich das länger hin, weil nicht alle gleichzeitig Feierabend machen.“ Dazu komme dann der Freizeit- und Einkaufsverkehr. Ein- und Ausfahrende würden sich in der Gemeinde die Waage halten. „Viele fahren nach Edewecht rein zum Arbeiten oder Einkaufen – insbesondere aus den umliegenden Ortsteilen“, sagt Zacharias. Das gelte auch für Friedrichsfehn wegen des attraktiven Einzelhandels. Dort schlägt er einen zentralen Parkplatz vor, um die Straßen zu entlasten.

Für die Sicherheit der Radfahrer kann sich der Verkehrsplaner vorstellen, separate Radwege an den Wirtschaftswegen bauen zu lassen. „Als Radfahrer möchte man außerorts nicht mit dem Kfz-Verkehr auf der Straße fahren“, so Zacharias. Bei erlaubten Geschwindigkeiten von bis 100 km/h sei das nicht verwunderlich.

Arne Erik Jürgens
Arne Erik Jürgens Thementeam Polizei/Justiz
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Wills Woche

BUCH DES AFD-SPITZENKANDIDATEN KRAH „Politik von rechts“? Politik gegen die Freiheit!

Alexander Will
Interview
Niels Bötel (Mitte) spricht mit seinen Spielerinnen. Der VfL Oldenburg hat die Bundesliga-Saison auf Rang sieben abgeschlossen und war beim Final-Four-Turnier dabei.

HANDBALL-TRAINER NIELS BÖTEL IM INTERVIEW „Meine Aufgabe beim VfL Oldenburg ist noch nicht erledigt“

Otto-Ulrich Bals
Kleine Kinder haben Fragen zu Schwangerschaft, Geburt und Stillen. In Oldenburg wollen Hebammen Unterrichtsstunden zu diesen Themen in den vierten Klassen geben.

PILOTPROJEKT IN OLDENBURG Schwangerschaft, Geburt und Stillen – Was Grundschüler bei Hebammen lernen

Anja Biewald
Oldenburg
Analyse
Bundeskanzler Olaf Scholz besucht den Katholikentag in Erfurt

SPD-WAHLKAMPF ZUR EUROPA-WAHL Zieht der Kanzler im Osten?

Kerstin Münstermann Büro Berlin
Delitzsch
Blick in die Räucherkammer bei Aal Bruns in Kayhauserfeld: Marco Pawlik ist mit der Qualität zufrieden.

DELIKATESSE NACH ÜBERLIEFERTER REZEPTUR Woher kommt der Zwischenahner Aal?

Kerstin Schumann
Kayhauserfeld