Wiefelstede - Eine Kommission unter der Leitung von Bürgermeister Jörg Pieper wird Überlegungen anstellen, wie der Ortskern Wiefelstedes belebt werden kann. Das hat der Gemeinderat mehrheitlich beschlossen. Vorausgegangen war ein Antrag der CDU-Fraktion.
In die Kommission sollen Vertreter relevanter gesellschaftlicher Gruppen und Institutionen berufen werden. Auf Basis der Überlegungen, die in der Kommission angestellt werden, sollen im nächsten Schritt Planungen erstellt und Fördermöglichkeiten für die Quartierentwicklung beantragt werden.
An Attraktivität verloren
Der ursprüngliche Ortskern hat durch Leerstände und Umnutzungen an Attraktivität verloren. Einzelhandel und Dienstleister konzentrieren sich verstärkt auf die stärker frequentierte Strecke der Hauptstraße von Oldenburg kommend bis zur August-Hinrichs-Straße. Wird jetzt noch der Edeka-Markt an den nördlichen Ortsrand verlagert, könnte sich die Situation weiter verschärfen.
Die CDU unterstützt ausdrücklich den Wunsch des örtlichen Edeka-Einzelhandelsunternehmers Onno Oltmanns und des Aldi-Konzerns am Standort des Aldi in Wiefelstede einen neuen modernen Einzelhandelsstandort zu gründen und dort auch einen Drogeriemarkt anzusiedeln. „Wir sehen die Edeka in der besonderen Pflicht, für ihren bisherigen Standort eine gute Nachnutzung zu finden. Die Verlagerung darf keinen Leerstand zur Folge haben“, hatte die CDU in dem Antrag geschrieben.
Wolf im Schafspelz
Daran stieß sich in der Ratssitzung Jörg Weden (SPD). Bei dem Antrag handele es sich um den Wolf im Schafspelz. Die Begründung sei so zu interpretieren, dass der derzeitige Standort des Edeka-Marktes aufgegeben werde. Dies sei aber lediglich das politische Ziel von ein bis zwei Parteien. Für ihn sei das keine ergebnisoffene Diskussion.
Für die UWG brachte Ralf Becker zum Ausdruck, dass man sich eine rege Beteiligung unter anderem von Handel und Handwerk wünsche. Günter Teusner (Grüne) merkte an, dass ihm die Meinung der Bürger wichtig sei und dass er großen Wert auf eine ergebnisoffene Diskussion lege.
Welche Gruppen und Institutionen nun in die Kommission berufen werden und wann diese ihre Arbeit aufnehmen wird, wurde bislang noch nicht bekannt gegeben.
Denkmalsplatz saniert
Eine Maßnahme, um die Attraktivität im Ortskern zu erhöhen, wurde im Übrigen gerade abgeschlossen. Der Denkmalsplatz an der Kirchstraße gegenüber vom Rathaus wurde saniert. Er wurde barrierefrei gestaltet, neu bepflanzt und beleuchtet und eine Bank wurde aufgestellt.
