Rastede - In diesem Jahr wird das Rasteder Ehepaar erneut in den Senegal reisen. Beim letzten Mal hatten sie 120 Kilogramm Sachspenden im Gepäck und zusätzlich 1600 Euro an Barmitteln von privaten Förderern: „Es wäre großartig, wenn wir wieder auf eine solche Summe kämen.“

Bevor sie sich selbst auf die Reise begeben werden, haben sie mit Hilfe von Gleichgesinnten Ende Oktober 25 Pakete auf den Weg gebracht: „Dazu gehörten neben Schulmaterialien sogar zwei Rollstühle und Beinprothesen. Alles wertvolle Dinge, die die Lage der Menschen nachhaltig verbessern werden.“

Angst, dass ihr Engagement in Nianing nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, haben sie nicht. Zumal sie mittlerweile mit M’berys Arzt, Dr. Adama Hamady Diop, über seine kleine Patientin sprechen können: „Aktuell informiert er uns per Videoschaltung über ihre bevorstehende zweite Operation.“ Er sei der lebende Beweis dafür, was alles möglich sei, wenn Gelder zielgerichtet und unmittelbar eingesetzt werden können, finden die beiden.

Dank des Vereins zur Unterstützung senegalesischer Kinder, „Bilbassi“, konnte der Mediziner unter anderem in Berlin studieren. Ganz bewusst entschied er sich damals, nicht in Deutschland zu bleiben. Stattdessen kehrte er zurück nach M‘bour, um in der dortigen Klinik etwas von dem Guten, das ihm widerfahren ist, zurückzugeben. Geschichten wie diese machen Karin und Charly Dörfel Hoffnung.