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Sabine Hoeft-von Holt vom Ev.-luth. Kindergarten Ofen Vollblut-Erzieherin hört nach zwei Jahrzehnten auf

Rudi Lange
Räumt nach 21 Jahren ihr Büro im Ev.-luth. Kindergarten Ofen: Leiterin Sabine Hoeft-von Holt verabschiedet sich am Freitag, 4. Februar, von „Die Arche“. Für ihren Ruhestand hat sie sich einiges vorgenommen.

Räumt nach 21 Jahren ihr Büro im Ev.-luth. Kindergarten Ofen: Leiterin Sabine Hoeft-von Holt verabschiedet sich am Freitag, 4. Februar, von „Die Arche“. Für ihren Ruhestand hat sie sich einiges vorgenommen.

Rudi Lange

Ofen - Im Ev.-luth. Kindergarten Ofen „Die Arche“ geht am Freitag, 4. Februar, eine Ära zu Ende: Sabine Hoeft-von Holt wird nach 21 Jahren erfolgreicher Leitung des Kindergartens von den Mitarbeiterinnen, Repräsentanten der Kirche und der Gemeinde Bad Zwischenahn in den wohlverdienten Ruhestand entlassen. Sie sieht dem Tag mit gemischten Gefühlen entgegen: „Wenn ich mehr Lebenszeit hätte, würde ich noch bleiben. So aber stelle ich meinen Abschied unter das Motto: Ich bin dann mal weg.“

Dieses Motto sei bewusst gewählt, will sie noch in diesem Jahr zusammen mit ihrer Schwester dem Hobby der Pilgerreisen, gut zehn Routen wurden schon erwandert, frönen und den Camino Francés von den Pyrenäen bis Santiago de Compostela unter die Füße nehmen.

Kinder unterstützen

Mit Hoeft-von Holt verlässt eine Vollblut-Erzieherin die „Arche“. Schon als Heranwachsende bei der kirchlichen Jugendarbeit in Wilhelmshaven sei ihr klar gewesen, dass ihr Beruf etwas mit Kindern zu tun haben muss.

Als Kinderpflegerin und später als Erzieherin führten ihre Stationen über Hamburg, Berlin, Oldenburg und Schleswig-Holstein nach Metjendorf, ehe sie am 1. Januar 2001 die Leitungsfunktion in Ofen übernahm. „Kinder liegen mir am Herzen. Ich bin dankbar, dass ich sie begleiten darf. Jedes Kind ist individuell und entwickelt sich anders. Als Erzieherin ziehe ich nicht am Kind, sondern begleite und unterstütze es in seiner sozialen, emotionalen und religiösen Entwicklung. Gerade als Leiterin war ich froh, die Chance zu haben, auf diesen Prozess gestaltend einwirken zu können.“

In sechs Gruppen werden in Ofen insgesamt 132 Kinder ganzjährig betreut. 2020 übernahm der Verbund der Ev.-luth. Kindertagesstätten im Kirchenkreis Oldenburg-Stadt „Ekito“ die Trägerschaft. „Als ich anfing, hatten wir vier Gruppen, davon eine im Ganztag. Jetzt haben wir sechs Gruppen, davon fünf im Ganztag. Die Pädagogik richtet sich nach der Entwicklung der Gesellschaft. Als Leiterin musste ich auch kreativ und innovativ sein, deshalb nehmen wir alle zwei Jahre als Gastgeber am niedersächsischen Theatertreffen teil, sind Mitglied im ,Netzwerk Philosophieren’ und haben ganzjährig geöffnet. Alles Maßnahmen, die dazu führen sollen, dass das Kind Zutrauen zu sich selbst und seinem Leben finden kann.“

Lob für das Team

In ihrer bescheidenen Art fügt Hoeft-von Holt an: „Alleine wäre ich gar nichts.“ Erst zusammen mit dem tollen Team von 26 Personen könne sich die volle Wirkung der Arbeit entfalten. Gabi von Lienen, stellvertretende Leiterin, lobt: „Sabine war jederzeit innovativ, offenherzig, dabei von großer Professionalität. Die Tür ihres Büros stand für jeden immer offen. Sie hat uns motiviert, neue Wege zu gehen und neue Ideen zu entwickeln, immer das Wohl des Kindes und der Familien im Blick. Wir lassen sie nur ungern ziehen!“

Zum Abschied wünscht die scheidende Leiterin ihrer Nachfolgerin viel Erfolg und ist froh, einen sehr gut aufgestellten Kindergarten übergeben zu können, in dem vielleicht auch mal Männer Einzug halten, wenn die Politik sich zu einem Ausbildungsgehalt für Erzieher durchringen könnte. „Ganz zum Schluss gilt mein Dank der Kirchengemeinde und der Gemeindeverwaltung in Bad Zwischenahn, die immer ein offenes Ohr für uns hatten, wenn es zum Beispiel um eine mehrfache Erweiterung des Kindergartens ging. Ansonsten freue ich mich auf die Zeit mit meinen zwei Enkeln, das Handarbeiten und Filzen und die Ausübung eines Ehrenamtes.“

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