Ammerland - Es ist eines von vielen Themen, mit denen sich der Ausschuss für Landwirtschaft und Umwelt des Ammerländer Kreistages diesen Mittwoch, 16. November, beschäftigt: Sollen sich im Ammerland – wie in den Nachbarlandkreisen schon seit vielen Jahren – Landschaftswarte bzw. Schutzgebietsbeauftragte ehrenamtlich für den Erhalt und die Pflege besonders schützenswerter Naturräume und Arten einsetzen? Dafür macht sich die Nabu-Ortsgruppe Apen stark. Nabu-Vertreter hatten bei einem Termin im Frühjahr darauf hingewiesen, dass durch mangelnde Pflege z.B. Rote-Liste-Arten an Pflanzen in Aper Naturschutzgebieten bereits verschwunden seien.
Wird Antrag abgelehnt?
Die Kreisverwaltung empfiehlt der Politik, den Nabu-Antrag abzulehnen. Begründet wird das damit, dass es bereits mit Horst Bischoff und Silke Lorenz zwei Naturschutzbeauftragte gäbe, die aufgrund ihrer fachlichen Qualifikationen ernannt worden seien. Bis Herbst 2021 seien es sogar vier gewesen; weil zwei das Amt abgaben, wurde die Anzahl der Naurschutzbeauftragten dadurch auf zwei reduziert, die sich die Bereiche Gewässer (Lorenz) sowie Moorschutz und allgemeine Naturschutzfragen (Bischoff) teilten. In den Beratungen wurde festgestellt, dass auch nur eine Naturschutzbeauftragte denkbar sei. Bislang gäbe es im Ammerland viele Ehrenamtliche, die sich auch ohne formelle Bestellung für den Landschaft- und Naturschutz engagierten. Das habe sich bewährt. Landschaftswarte würden zusätzlich zu den Naturschutzbeauftragten für Doppelstrukturen sorgen und daraus könnten Konflikte entstehen. Nun hat die Politik zu entscheiden, ob sie dieser Einschätzung der Kreisveraltung folgt.
Ausbau Windenergie
Des Weiteren geht es in der öffentlichen Sitzung, die um 16 Uhr im Westersteder Kreishaus beginnt, um ein Thema, dass in der Bevölkerung für viel Diskussionen sorgt: der Ausbau der Windenergie. Berichtet wird über den Sachstand. Beschäftigen wird sich der Ausschuss zudem mit der Forderung nach einem Moorschutzprogramm im Ammerland, für das sich die Grüne-Kreistagsfraktion stark macht, mit der Gasanbindung Wilhelmshaven-Leer, einem Pendler-Portal als Klimaschutzmaßnahme, der Haushaltsplanung für den Bereich Landwirtschaft und Umwelt 2023 und einigen Anträgen, die von Zuschüssen für Blühstreifenprogramme, den Wiesenvogelschutz, den Betriebshelfereinsatz in der Landwirtschaft bis zum Einsatz von Wildpflanzenmischungen in Biogasanlagen reichen.
