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Verkehrswege in der Gemeinde Apen Bessere Zufahrten zum Familienzentrum Augustfehn II

Der Einmündungsbereich Am Kanal/Neue Siedlung in Augustfehn II:  Mit Geldern aus der Dorfentwicklung wird auch dieser  Bereich als Zufahrt zum Familienzentrum neu gestaltet.

Der Einmündungsbereich Am Kanal/Neue Siedlung in Augustfehn II: Mit Geldern aus der Dorfentwicklung wird auch dieser Bereich als Zufahrt zum Familienzentrum neu gestaltet.

Doris Grove-Mittwede

Augustfehn Ii - In Augustfehn II sollen in diesem Jahr gleich mehrere Projekte mit hohen Zuschüssen aus dem Programm Dorfentwicklung verwirklicht werden. Dabei geht es zum einen darum, die verkehrliche Anbindung ans Familienzentrum mit Kita, Krippe und Dorftreff zu verbessern. So sollen Teilstücke der Straßen Am Kanal und Neue Siedlung neu hergerichtet und der Fußweg zwischen der Straße Neue Siedlung und dem Sportplatz bzw. dem Schützenhaus neu gestaltet werden. Zum anderen ist geplant, die sanierungsbedürftige Ripken-Brücke über den Augustfehn-Kanal abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen sowie mit einem Anliegertreffpunkt neben der Brücke auszustatten.

Pläne vorgestellt

Während der jüngsten Sitzung des Ausschuss für Straßen, Brücken und Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) stellte Catharina Ehrlich von der Ingenieursberatung Wessels und Grünfeld (Garrel) die Planungen vor. Dabei führte sie aus, dass der Einmündungsbereich der Straßen Am Kanal und Neue Siedlung neu gestaltet werde solle. Bis in Höhe des Parkplatzes soll die Straße Neue Siedlung saniert werden. Auf zwei Meter erweitern wolle man den Gehweg, der durch Hochborde von der gepflasterten 4,50 Meter breiten Fahrbahn abgesetzt werden solle und bis in Höhe des Fahrradstandes führe. Außerdem seien eine neue Straßenbeleuchtung und ein neuer Regenwasserkanal geplant.

Eine neue Beleuchtung sei auch für die Fußwegverbindung zwischen der Straße Neue Siedlung und dem Sportplatz bzw. dem Schützenhaus vorgesehen. Der bisherige Rasenweg solle zu einem zwei Meter breiten gepflasterten Weg ausgebaut werden. Zwei Varianten seien dabei im Gespräch. Einmal solle die Wegführung erhalten werden, alternativ werde erwägt, ein Teilstück des Weges hinter die Häuser zu verlegen. Dazu bedürfe es noch weiterer Abstimmungen.

Breitere Fahrbahn

Die Fahrbahn auf dem Teilstück der Straße Am Kanal zwischen Einmündung Neue Siedlung und Ripken-Brücke solle auf 5,50 Meter verbreitert werden, eine Abgrenzung zur Berme sei durch eine Rinne geplant, allerdings sollte die Berme möglichst nicht befahren werden. In Höhe der alten, schützenswerten Eiche sei eine Aufpflasterung vorgesehen. Die Beleuchtung solle erneuert und die Oberflächenentwässerung neu geregelt werden. Die neue Ripken-Brücke soll, so Ehrlich ferner, an derselben Stelle wie die alte entstehen und fehntypische Aufbauten sowie (wie bei der Vellage-Brücke) einen Anliegertreffpunkt erhalten. Neben der Brücke Richtung Augustfehn III soll an der Stahlwerkstraße zudem eine Haltestelle für (Schul-)Busse geschaffen werden (nur Ausstiegsmöglichkeiten).

Wie sich die Kosten für die (schon länger geplanten) Projekte durch Preisanstiege bzw. weitere Maßnahmen wie Regenwasserkanal entwickelten, stellte Karsten Busch vom Ingenieurbüro IST (Schortens) vor. Die Ausgaben für die Anbindung ans Familienzentrum beliefen sich jetzt auf rund 777.000 Euro (ein Plus von 234.000 Euro); an Fördergeldern gibt es dafür 329.000 Euro. Teurer wird auch das Brückenprojekt, und zwar um rund 172.000 Euro auf nunmehr 783.000 Euro (die Fördersumme steigt auf rund 450.000 Euro, den Rest muss jeweils die Gemeinde tragen).

Anliegerversammlung

Weitere Informationen über die Pläne erhalten Eigentümer und Anlieger diesen Donnerstag, 2. März, bei einer Versammlung, die um 18 Uhr im Rathaus beginnt.

Während der Ausschusssitzung war bereits intensiv über die Pläne diskutiert worden. Dabei wurde unter anderem gefragt, warum es nur an der Straße Neue Siedlung einen Gehweg gäbe und nicht auch an der Straße Am Kanal einer gebaut werde. Dafür könne die alte Eiche weichen. Letzteres ginge nicht, weil der Baum im Bebauungsplan eingetragen sei und damit als schützenswert gelte, hieß es von Seiten der Verwaltung. Bürgermeister Matthias Huber wies darauf hin, dass die Projekte in der vorgestellten Form stark gefördert würden. Wenn die Gemeinde darüber hinaus eines Tages weitere Maßnahmen planen wolle, bliebe ihr das unbenommen.

Doris Grove-Mittwede
Doris Grove-Mittwede Redaktion Westerstede
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