Bad Zwischenahn - Mit einem letzten großen Besucheransturm ist am Sonntag die 45. Bad Zwischenahner Woche in ihr Finale gegangen. Vom Floh- und Straßenmarkt auf der gesperrten Peterstraße über den Marktplatz bis zu den meist voll besetzten Bänken zwischen den Weinständen im Ufergarten herrschte überall Andrang.
Positives Fazit
Peter Bekaan, Vorsitzender des Vereins Bad Zwischenahner Woche, fühlte sich am Sonntagnachmittag allerdings noch, als habe er die „ZwiWo“ gerade erst eröffnet. Trotzdem war er schon in der Lage, ein Fazit der ersten Woche zu ziehen, die unter seiner Leitung organisiert worden war. Das Team, wie auch Schausteller und Anbieter seien hochzufrieden, berichtete er. Das insgesamt fast komplett neue Team der ZwiWo hatte einige Umstellungen vorgenommen, vor allem die Schaustellerbuden sollten mehr in den Mittelpunkt rücken. „Dafür haben wir auf einige Bierwagen verzichtet“, sagte Christian Breitinger, stellvertretender Vorsitzender des Vereins. Bei den Schaustellern habe die Zwischenahner Woche in den vergangenen Jahren mit Imageproblemen zu kämpfen gehabt, habe als reine Trink-Veranstaltung gegolten. Das sollte sich ändern.
Party im Zelt
Letzter Tag der Zwischenahner Woche: Kleinkunst, Musik und Flohmarkt lockten zusätzlich zum kulinarischen Angebot am Sonntag Tausende in den Kurort.
Christian Quapp
Letzter Tag der Zwischenahner Woche: Kleinkunst, Musik und Flohmarkt lockten zusätzlich zum kulinarischen Angebot am Sonntag Tausende in den Kurort.
Christian Quapp
Letzter Tag der Zwischenahner Woche: Kleinkunst, Musik und Flohmarkt lockten zusätzlich zum kulinarischen Angebot am Sonntag Tausende in den Kurort.
Christian Quapp
Letzter Tag der Zwischenahner Woche: Kleinkunst, Musik und Flohmarkt lockten zusätzlich zum kulinarischen Angebot am Sonntag Tausende in den Kurort.
Christian Quapp
Letzter Tag der Zwischenahner Woche: Kleinkunst, Musik und Flohmarkt lockten zusätzlich zum kulinarischen Angebot am Sonntag Tausende in den Kurort.
Christian Quapp
Letzter Tag der Zwischenahner Woche: Kleinkunst, Musik und Flohmarkt lockten zusätzlich zum kulinarischen Angebot am Sonntag Tausende in den Kurort.
Christian Quapp
Einer der jährlichen Höhepunkte am Samstag; Das Fallschirmspringer-Roulette. Fotos: Sascha Stüber
Sascha StüberEine wichtige Neuerung war auch das Partyzelt auf dem Parkplatz vor dem Haus Feldhus. „Seit es den Partybus nicht mehr gibt, war die Zwischenahner Woche für viele Jüngere eine Veranstaltung für alte Leute“, so Bekaan. Mit Willi Rosendahl alias DJ Willi habe der Verein einen engagierten Betreiber für das Zelt gefunden und das habe sich auch ausgezahlt. Noch Verbesserungsbedarf sieht Bekaan beim Flohmarkt. Da habe es am Samstag und Sonntag auf der Peterstraße weiterhin große Lücken gegeben. Private Anbieter waren nur wenige zu sehen, dafür viele Händler mit Neuwaren. Dass der Organisator Flohmaxx zeitgleich einen weiteren Markt auf dem Fliegerhorst in Metjendorf veranstaltet, wie an diesem Sonntag, soll sich im kommenden Jahr nicht wiederholen.
Umzug wird vermisst
Schmerzlich vermisst wurde, wie erwartet, der Umzug am Sonntag, sagt Bekaan. Im kommenden Jahr würden die Organisatoren den Umzug gerne zurückbringen. „Wir brauchen dann aber auch die Gruppen, die sich beteiligen und Wagen bauen“. Die Tombola, in diesem Jahr zum ersten Mal mit Sofortgewinnen, sei im Großen und Ganzen ebenfalls gut gelaufen, auch wenn der Losverkauf ein wenig hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei, so Bekaan. Mit dem Erlös der Tombola finanziert der Verein vor allem den Kinder- und Familientag und die Kleinkünstler, also die Programmteile, die selbst keinen Umsatz erwirtschaften.
Umgang mit Kritik
Natürlich hat das neue Team auch Kritik einstecken müssen – vor allem Hubschrauberflüge hatten vor dem Hintergrund der Energieknappheit bei einigen Zwischenahnern Kopfschütteln ausgelöst. Die Flüge, so Peter Bekaan, hätten allerdings ohnehin stattgefunden. Der Anbieter sei aktuell nicht ausgelastet und die Flüge würden auch genutzt, um den Piloten die erforderlichen Flugstunden zu sichern. „Ein wirklich emissionsfreies Freizeitverhalten gibt es leider kaum, wer am Sonntag für ein Fischbrötchen an die Küste fährt, verursacht auch Emissionen“, so Bekaan. Kritik gab es teilweise auch an den Preisen für Speisen und Getränke. Dafür äußerte Bekaan durchaus Verständnis, auch er habe bei einigen Preisen schlucken müssen. Als Veranstalter habe der Verein auf die Preise aber wenig Einfluss. Und die Anbieter scheinen trotz Kritik ihre Kundschaft gefunden zu haben. Daniel von Seggern, mit Pommeswagen und Entenangeln zum ersten Mal bei der Woche dabei, war mit seinem Umsatz vollauf zufrieden – bis auf den anfangs verregneten Mittwoch habe auch das Wetter voll mitgespielt.
Bekaan jedenfalls sichert zu, der Verein werde sich mit allen Rückmeldungen intensiv auseinandersetzen, mit Lob wie mit Kritik. Und Bekaan wirbt um Unterstützung „Viele haben gezeigt, dass sie Lust haben, bei uns mitzumachen. Das würde uns sehr freuen.“
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