Rastede - Mehr als drei Jahre sind vergangen, seit der Feuerwehrbedarfsplan für die Gemeinde Rastede beschlossen wurde. Ende 2019 hatte die Verwaltung von der Politik den Auftrag erteilt bekommen, ein Fahrzeugkonzept und im zweiten Schritt ein Konzept für die Feuerwehrhäuser zu erarbeiten. Das Fahrzeugkonzept lag bereits zügig vor und konnte Anfang 2020 beschlossen werden. Jetzt soll es auch bei den Feuerwehrhäusern losgehen. Der Feuerschutzausschuss berät an diesem Montag, 27. Februar, in öffentlicher Sitzug (17 Uhr, Mensa der Grundschule Kleibrok, Zur-Windmühlen-Straße 17) über das zwischenzeitlich erarbeitete Konzept.
Konzept erstellt
„Für das Ausstattungskonzept der Feuerwehrgerätehäuser haben die Kameraden der Ortswehren ein Flächen- und Raumbedarfskonzept für die einzelnen Feuerwehrgerätehäuser erstellt“, erläutert Sachbearbeiterin Sabrina Remde in der Beratungsvorlage. Um alle Einsatzfahrzeuge unterzubringen, die im Fahrzeugbeschaffungskonzept vorgesehen sind, seien allerdings bei den vorhandenen Feuerwehrhäusern zum Teil zusätzliche Stellplätze notwendig. Daneben seien die aktuellen DIN-Vorschriften bezüglich der Räumlichkeiten in den Feuerwehrgerätehäusern zu berücksichtigen gewesen, ebenso die Vorschriften im Bereich Arbeitsschutz.
In gemeinsamen Gesprächen zwischen Kameraden der Feuerwehren, Verwaltung, einem Berater der auch seinerzeit mit dem Feuerwehrbedarfsplan beauftragten Firma Orgakom und zuletzt unter Einbindung von politischen Vertretern aus den Fraktionen wurden die Anforderungen diskutiert und abgestimmt. Diese seien bei den anstehenden Planungen zu berücksichtigen. „Insgesamt bleibt darauf hinzuweisen, dass vorhandene Grundstücke teilweise nicht ausreichen werden“, stellt Sabrina Remde in der Beratungsvorlage fest.
Wo es eng wird
Gemeindepressesprecher Ralf Kobbe teilt auf Anfrage unserer Redaktion mit, dass es insbesondere in Neusüdende und Südbäke eng werden könnte. Dort müssten die Detailplanungen ergeben, ob alle Anforderungen auf dem vorhandenen Grundstück realisiert werden können. Andernfalls müsste über einen neuen Standort nachgedacht werden. Mehr Platz benötigt auch die Einheit Rastede. Im Umfeld des Feuerwehrhauses stehen aber ohnehin Veränderungen an, sobald der Bauhof auf das Bohmann-Gelände umzieht. Ein Teil der freiwerdenden Flächen könnte dann der Feuerwehr zugeschlagen werden. Zu wenig Platz gibt es auch in Loy. Dort gibt es aber bereits Überlegungen für einen neuen Standort.
Den Auftakt sollen aber erst einmal die Feuerwehrhäuser der Einheiten Hahn und Ipwege-Wahnbek machen. Im Haushalt 2023 wurden für die Planung und Erweiterung dieser beiden Feuerwehrgerätehäuser jeweils ein Betrag in Höhe von 500.000 Euro bereitgestellt. Die weiteren Fachplanungen würden dann Aufschluss über die zu veranschlagenden Kosten für die kommenden Haushaltsjahre geben.
