Friedrichsfehn - In dieser Saison wird es keinen Landesliga-Fußball mehr in Friedrichsfehn geben. Der SV Friedrichsfehn teilte mit, dass die Frauenmannschaft der SG FriEdA mit sofortiger Wirkung vom Spielbetrieb zurückgezogen wird. Damit wird es in der kommenden Spielzeit im Ammerland wohl höchstens nur noch Kreisliga-Fußball bei den Frauen geben.
Zu viele Ausfälle
Schon während der gesamten Saison hatten die Ammerländerinnen mit zahlreichen Ausfällen zu kämpfen gehabt. Nur selten konnte das Team mit vollem Kader oder genügend Wechseloptionen auflaufen. Mit nur einem Punkt aus vier Spielen war die SG entsprechend schlecht in die Abstiegsrunde gestartet. „Die Verletztenliste wurde immer größer, so das selbst die Hilfe aus der zweiten Mannschaft und unserer B-Jugend nicht mehr ausgereicht hätte“, fasste Friedrichsfehns Fußball-Abteilungsleiter Sven Lubek die Situation zusammen. Daher sei man mit der Mannschaft zu dem Entschluss gekommen, die Saison jetzt vorzeitig zu beenden.
In Friedrichsfehn war es in den vergangenen Jahren ein schleichender Verfall. In der Saison 2014/2015 schaffte das Team den Sprung als Landesliga-Vizemeister in die Oberliga. Drei Jahre später stiegen die Ammerländerinnen aus der Oberliga ab. Seitdem trat das Team in der Landesliga an. „Die Oberliga-Zeit war ein Höhepunkt für uns als Verein. Danach konnten wir dieses Niveau – mit Ausnahme eines kurzen Aufbäumens – aber leider nicht halten“, sagt Lubek.
Neustart in Kreisklasse
Die meisten Spielerinnen werden den Verein verlassen, der Rest wird sich der zweiten Mannschaft, die in der Kreisklasse spielt, anschließen. „Wir hatten generell schon mit dem Gedanken gespielt, in der neuen Saison nur eine Mannschaft zu stellen“, sagt Lubek. Unterstützung soll das Frauenteam in Zukunft auch weiterhin aus dem Jugendbereich bekommen. So sind aktuell zum Beispiel die B-Juniorinnen in der Bezirksliga aktiv.
„Wir haben das Thema Leistungsfußball für Frauen in Friedrichsfehn noch nicht komplett abgeschrieben“, betont Lubek. Jetzt geht es aber erst einmal darum, einen sauberen Neustart hinzubekommen und kontinuierlich zu wachsen. Die Basis dafür sei bei der SG FriEdA mit Juniorinnen-Teams von der B- bis zu E-Jugend gelegt, freut sich Lubek.
Trainer Lutz Bruns soll ebenfalls im Verein gehalten werden. „Wir sind von seiner Arbeit und seinem Engagement überzeugt“, betont der Fußball-Abteilungsleiter. Bruns selbst, weiß aber noch nicht, wie es für ihn weitergeht: „Das war eine spannende und interessante Zeit bei der SG FriEdA. Das war auf jeden Fall eine Erfahrung wert. Wie es für mich weitergeht, ist aber noch offen.“
