Friedrichsfehn - Ein Elfmetertor in der Nachspielzeit hat das Nachbarschaftsduell in der Landesliga-Abstiegsrunde entschieden. Rebecca Janßen behielt am Donnerstagabend vom Punkt die Nerven und sorgte für den umjubelten 1:0 (0:0)-Siegtreffer der Fußballerinnen des Post SV Oldenburg im Auswärtsspiel bei der SG FriEdA.

„Das war ein typisches 0:0-Spiel. Eigentlich war die Partie schon durch und dann fangen wir uns so ein Gegentor“, ärgerte sich SG-Trainer Lutz Bruns: „Die Personaldecke war wieder dünn und wir mussten zweimal früh wechseln. Da fehlt am Ende einfach die Kraft.“ Doppelt bitter für die SG: Zusätzlich zu der Niederlage werden die Ammerländerinnen lange auf Nina Behrmann verzichten müssen. Die Mittelfeldspielerin verletzte sich in der ersten Halbzeit schwer am Knie.

Nach einer ereignisarmen ersten Halbzeit, in der beide Mannschaften sich fast komplett im Mittelfeld neutralisierten, startete die SG mit viel Druck aus der Pause. Die Ammerländerinnen hatten einige gute Abschlüsse, konnten aber nicht in Führung gehen. Ab der 60. Minute hatten sich die Oldenburgerinnen wieder gefangen und hatten nun mehr von der Partie.

Zur Aktion des Spiels kam es in der Schlussminute: In der 90. Minute foulte Torhüterin Frederike Horn übermotiviert eine Gegenspielerin im Strafraum. Den fälligen Elfmeter verwandelte Janßen. Mit der letzten Aktion des Spiels hätten die Gastgeberinnen sogar fast noch den Ausgleich erzielt. Doch der Post SV konnte den Ball auf der Linie klären. „Am Ende ist der Sieg nicht unverdient“, sagte Gästetrainer Philip Eiben.

Das nächste wichtige Spiel gegen einen direkten Abstiegskonkurrenten findet bereits an diesem Sonntag statt. Dann müssen die Ammerländerinnen um 15 Uhr beim TSV Abbehausen antreten. Die Wesermärschlerinnen sind mit drei Niederlagen in die Abstiegsrunde gestartet.

Lars Puchler
Lars Puchler Redaktion Lokalsport Ammerland