Westerstede - Maria Krieger kennt die Stellen ganz genau: „Überall in der Stadt gibt es Bereiche, die für bewegungseingeschränkte Verkehrsteilnehmer nur schwer zu bewältigen sind.“ Ob zu hohe Bordsteine, holperiges Pflaster, abschüssige Neigungen, schwierige Straßenquerungen, Engstellen oder zugeparkte Wege, ihr fallen gleich ein dutzend Beispiele ein. Die Erste Vorsitzende des Heimbeirats im Evangelischen Altenzentrum Westerstede hat auch Erfahrungen von anderen Rollstuhlfahrern sowie Gehbehinderten gesammelt und will darauf aufmerksam machen.
„Manche Bereiche werden sogar gemieden“, weiß sie aus vielen Gesprächen. Ein Umstand, der so gar nicht zur Teilhabe am öffentlichen Leben passe und auch nicht zum Image einer „Gesundheitsstadt im Grünen“. Bei Planungen sollten ihrer Ansicht nach die Bedürfnisse bewegungseingeschränkter Menschen berücksichtigt werden. „Teilweise sind es ja auch nur Kleinigkeiten, die nicht viel kosten“, weiß die 83-Jährige.
An diesem Mittwoch, 25. Juni, ist deshalb ein Korso durch Westerstede geplant. Die Gruppe von rund 25 Teilnehmern, bewegungseingeschränkte Menschen und ihre Begleiter, sammeln sich um 15 Uhr am Parkplatz beim Altenzentrum und wollen im Stadtgebiet gefährliche Stellen und schwer zu bewältigende Bereiche dokumentieren. Eingeladen sind auch Vertreter des Senioren- sowie des Behindertenbeirats der Stadt und der Politik. Begleitet wird der Korso von Verkehrssicherheitsexperten der Polizei.
