Apen - Im Ort Apen können wieder Häuser gebaut werden. 21 neue Bauplätze stehen im neuen Baugebiet „Südlich der Norderbäke“ zur Verfügung. Im Norden vom Wasserlauf der Bäke begrenzt liegt der Baugrund zwar am Dorfrand, aber dennoch nahe am Zentrum. In den nächsten 14 Tagen soll mit den Erdarbeiten begonnen werden. Die ersten Grundstücke können voraussichtlich ab dem Jahreswechsel bebaut werden.
Spatenstich
Nun erfolgte der offizielle „Spatenstich“. Apens Bürgermeister Matthias Huber (SPD) freute sich, dass die Arbeiten für das von vielen sehnsüchtig erwartete neue Baugebiet nun begonnen. Er betonte auch, dass es wichtig sei, Menschen an das Dorf Apen zu binden: „Wir haben als Gemeinde in den vergangenen Jahren nur kleinere Baugebiete mit wenigen Bauplätzen entwickelt. Für den Ort ist es sehr wichtig, weitere Bauplätze zu schaffen, um auch die Infrastruktur in Apen zu erhalten“. Außerdem planten Investoren, mehr Verkaufsfläche im Dorf zu schaffen, aber solche Investitionen gelängen nur, wenn der Ort solide weiterwachse. Huber spielte dabei insbesondere auf die Bünting-Gruppe an, die den vorhandenen Markant-Markt aufgeben und einen größeren Combi-Markt an der Hauptstraße bauen will.
Experiment
Vermarktet wird das neue Baugebiet „Südlich der Norderbäke“ partnerschaftlich vom Aper Erschließungsträger Fepa und der Gemeinde Apen. Fepa bietet elf Grundstücke zum Verkauf an, die Gemeinde zehn. Dies ist ein Novum in Apen. „Es ist der Wunsch der Aper Politik, dass die Gemeinde selbst Grundstücke vermarktet. Hier haben wir die Situation, dass die Gemeinde mit einem Investor gemeinsam aktiv wird. Das ist ein Experiment für uns, dass bislang sehr partnerschaftlich funktioniert“, sagte Apens Bauamtsleiter Peter Rosendahl.
Die zum Verkauf stehenden Grundstücke haben eine Größe von 500 bis 800 Quadratmetern. Der Quadratmeterpreis sie noch nicht festgelegt worden, hieß es. Sowohl bei der Aper Firma Fepa als auch bei der Gemeinde Apen könnten sich Grundstücksinteressenten melden. „Wir haben bereits jede Menge Bewerber und führen die ersten Gespräche. Aber wir nehmen auch immer noch neue Bewerbungen entgegen“, so Rainer Fürste, Geschäftsführer der Fepa Wohnbau.
Bauland für Aper
Bürgermeister Huber sagte, dass man vor allem Aperinnen und Apern Bauland anbieten wolle. „Wir freuen uns sehr über Zuzug, aber in erster Linie möchten wir, dass die Menschen in der Gemeinde und im Dorf Apen bleiben können.“ Nach welchen Kriterien die neuen Aper Bauplätze vergeben werden, werde der Gemeinderat entscheiden.
Im Zusammenhang mit der Bebauung beabsichtige die Gemeinde, die sanierungsbedürftige Zufahrtsstraße „Kleine Mühlenstraße“ zu erneuern. Wann das erfolge, hänge jedoch davon ab, ob genügend Haushaltsmittel zur Verfügung stehen.
Verwiesen wurde von allen Beteiligten ferner darauf, dass es die Option gäbe, das neue Baugebiet „Südlich der Norderbäke“ auch noch zu erweitern.
