Rastede - Die Klimaneutralität der Gemeinde Rastede ist ein zentrales Thema, das am Dienstagabend ab 17 Uhr in der Neuen Aula der KGS diskutiert wird.
Dann tagt der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Bauen.
Die Gemeinde will bis 2040 klimaneutral werden. Bis dahin ist noch ein weiter Weg. Wie die Verwaltung in der Beschlussvorlage schreibt, seien keine der bislang beschlossenen Maßnahmen „auch nur ansatzweise in der Lage, das gewünschte Ziel zu erreichen.“ Es brauche daher auch weitere Maßnahmen, die einen aktiven Beitrag zur Klimaneutralität leisten können.
Stromverbrauch
Daher schlägt die Verwaltung mehrere Maßnahmen vor, die die Stromerzeugung betreffen. Bislang werden in der Gemeinde Rastede pro Jahr rund 30 Prozent des Gesamtstromverbrauchs aus regenerativen Quellen erzeugt. Das entspricht rund 25,5 Millionen Kilowatt-Stunden (kWh).
Dabei entfallen auf Biomasse rund neun Millionen kWh, auf Solar rund 10,5 Millionen kWh und auf Windenergie rund sechs Millionen kWh.
Bei einem Gesamtverbrauch von rund 80 Millionen kWh Strom fehlen hier also rund 54,5 Millionen kWh, „um nur im Strombereich Klimaneutralität für die Gemeinde zu erreichen.“
Analysen durchführen
Als eine Maßnahme will die Verwaltung die rund sechs Jahre alte Windpotenzialstudie prüfen und gegebenenfalls anpassen lassen, um weitere Flächen für Windkraftanlagen zu schaffen.
Auch für Freiflächenphotovoltaik-Anlagen will die Verwaltung das gesamte Gemeindegebiet auf geeignete Fläche hin untersuchen lassen. Dabei könnten auch die Ausbauziele konkreter definiert werden. Passend zum Thema werden in der Ausschusssitzung drei Anträge besprochen. Dabei geht es um den Bau entsprechender Anlagen in Kleibrok, Hahn-Lehmden und Wapeldorf. Daneben soll geprüft werden, wie Hauseigentümer in der Entscheidung für oder gegen eine Photovoltaik- oder Solaranlage unterstützt werden können. Und es soll bei künftigen Entwürfen der Bauleitplanungen berücksichtigt werden, dass der direkte Verbrauch fossiler Energien möglichst ausgeschlossen wird und die Erzeugung regenerativer Energien verpflichtend wird.
Ebenfalls Thema in der Ausschusssitzung werden verschiedene Bauvorhaben sein, für die Änderungen im Bebauungsplan nötig sind, unter anderem geht es um die geplanten „Büro-Container“ auf dem Rathausvorplatz.
