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Gesundheitstourismus im Ammerland So sollen zukünftig Touristen angelockt werden

Erhard Drobinski
Präsentation der Ergebnisse in der Wandelhalle (von links): Bad Zwischenahns Bürgermeister Henning Dierks, Laura Stulken (Stadtmarketing Westerstede), Westerstedes Bürgermeister Michael Rösner, Ina Schuler (Leiterin für Marketing und Tourismus in Bad Zwischenahn), Kurdirektor Dr. Norbert Hemken sowie Dr. Katja Zielke und Detlef Jarosch vom Beratungsunternehmen „Project M“.

Präsentation der Ergebnisse in der Wandelhalle (von links): Bad Zwischenahns Bürgermeister Henning Dierks, Laura Stulken (Stadtmarketing Westerstede), Westerstedes Bürgermeister Michael Rösner, Ina Schuler (Leiterin für Marketing und Tourismus in Bad Zwischenahn), Kurdirektor Dr. Norbert Hemken sowie Dr. Katja Zielke und Detlef Jarosch vom Beratungsunternehmen „Project M“.

Erhard Drobinski

Bad Zwischenahn/Westerstede - Wie können sich Bad Zwischenahn und Westerstede für die Zukunft aufstellen? Mit welchen Angeboten kann sich das Ammerland zukünftig interessanter und abwechslungsreicher den Touristen präsentieren? Um auf diese und andere Fragen Antworten zu finden, wurde vor gut einem Jahr das Projekt „Konzeptentwicklung Gesundheitstourismus“ auf den Weg gebracht, um zukunftsfähige Strategien zu entwickeln. Jetzt wurden die zentralen Ergebnisse vorgestellt.

Umsetzung startet

„Mit dieser Präsentation wird das Projekt nicht beendet, sondern sie ist der Startschuss für die Umsetzungsphase“, so Ina Schuler, Leiterin für Marketing und Tourismus in Bad Zwischenahn. Die Voraussetzungen wurden unter Leitung von Detlef Jarosch vom Beratungsunternehmen „Project M“ aus München unter großer Beteiligung verschiedener Akteure aus beiden Kommunen erarbeitet. Daran beteiligt waren unter anderem Hoteliers, Kliniken, Gastronomen, Einzelhandel, der Heilbäderverband, Gemeinde und Stadt, der Landkreis und die Touristik.

Auch das Thema Kneipp soll bei der gesundheitstouristischen Aufwertung von Bad Zwischenahn eine Rolle spielen.

GESUNDHEITSTOURISMUS IM AMMERLAND Bad Zwischenahn und Westerstede haben viel vor

Erhard Drobinski
Bad Zwischenahn

Knapp 100 Personen waren Teil der Arbeitsgruppe, die in drei verschiedenen Workshops die vielfältigen Themen angingen. „Bevor das von Leader geförderte Projekt angegangen wurde, hatte der Kurort alle Kommunen angesprochen. Nur Westerstede als ‚Gesundheitsstadt im Grünen‘ zeigte daran Interesse. Die anderen Gemeinden können bei Bedarf sicherlich in den Prozess noch mit einsteigen“, erzählt Ina Schuler.

Verschiedene Angebote

„Moorheilbad, Kneipp-Kurort, ambulante Badekuren, das und die anderen Angebote lassen sich noch ausbauen“, ist sich Detlef Jarosch sicher. Dabei sollte nicht nur die Gesundheit im Mittelpunkt stehen: „Der Urlauber möchte auch genießen und Aktionen geboten bekommen.“ Hier sind entsprechende Konzepte zu entwickeln, wobei die „Parklandschaft Ammerland“ in bestimmten Bereichen punkten kann.

Die Infrastruktur bleibt dabei ebenso im Fokus der Akteure wie äußere Einflüsse, durch die das Handeln bestimmt werden kann – als Beispiele Corona oder Energiekrise.

„Der Prozess wird laufend weiterentwickelt, in einigen Punkten gibt es Zeitrahmen, bis wann was umgesetzt werden sollte“, erklärt Detlef Jarosch.

Keine Konkurrenz

Für Henning Dierks, Bürgermeister von Bad Zwischenahn, spielt die Gesundheitswirtschaft für seinen Ort eine große Rolle. „Obwohl gut aufgestellt, wissen wir mit dieser Konzeptentwicklung nun, wo unsere Hausaufgaben liegen. Insgesamt sind wir auf einem guten Weg.“ Ähnlich sieht es Kurdirektor Dr. Norbert Hemken. „Wir sind stark positioniert. Dennoch bietet diese Konzeptentwicklung neue Chancen und neue Anregungen. Die Interessen der Touristen ändern sich, darauf müssen wir reagieren.“

Der Westersteder Bürgermeister Michael Rösner betont in seinem Statement die Möglichkeit, Ressourcen gemeinsam zu füllen. „Radverbindungen, Mobilität, gemeinsame Veranstaltungen, die Rhodo oder auch Busverbindungen sind Aufgabenbereiche, wo eine Zusammenarbeit möglich ist. Wir als Kommunen stehen nicht in Konkurrenz zueinander.“ Die Kreisstadt kann dabei mit ihrem Schokoladenhotel ein Alleinstellungsmerkmal für sich beanspruchen.

Mit der Präsentation der bisherigen vorliegenden Ergebnisse fängt die eigentliche Arbeit erst an. Der Arbeitskreis mit den vielen Akteuren aus den unterschiedlichen Bereichen bleibt weiter bestehen, entsprechende Treffen durchgeführt. Maßnahme- und Umsetzungsfahrpläne sorgen für die entsprechenden Vorgaben.

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