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Doppellösung in Augustfehn II Erst Ampel, dann Kreisel – Gefährliche Kreuzung wird entschärft


Das ist der gefährliche Kreuzungsbereich: Die aus Augustfehn kommende Stahlwerkstraße kreuzt die Uplengener Straße. Neben der Kreuzung liegt der Augustfehn-Kanal, außerdem gibt es in Höhe der Straße Am Kanal an der Uplengener Straße auch eine Fußgängerampel.
Privat

Das ist der gefährliche Kreuzungsbereich: Die aus Augustfehn kommende Stahlwerkstraße kreuzt die Uplengener Straße. Neben der Kreuzung liegt der Augustfehn-Kanal, außerdem gibt es in Höhe der Straße Am Kanal an der Uplengener Straße auch eine Fußgängerampel.

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Augustfehn Ii - Klares Votum für mehr Verkehrssicherheit: Der Ammerländer Kreistag hat gleich zwei Planungen für die unfallträchtige Gnieser-Kreuzung in Augustfehn II auf den Weg gebracht. Und zwar einstimmig.

Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Oldenburg soll sowohl eine Ampelanlage als auch einen Kreisverkehr für den Kreuzungsbereich der beiden Kreisstraßen 119 (Uplengener Straße) und 114 (Stahlwerkstraße) planen.

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Unterschriftenaktion

Immer wieder hatte es an der sogenannten Gnieser-Kreuzung schwere Unfälle gegeben. Erst im Dezember war eine junge Frau dort tödlich verletzt worden, als sie mit ihrem Transporter in einen Lkw krachte. Danach gab es nicht nur eine Welle der Anteilnahme, sondern auch eine Unterschriftenaktion für einen Kreisel. Innerhalb kürzester Zeit unterschrieben dabei rund 2500 Menschen.

Auch die Politik blieb nicht tatenlos. Kurzfristig kam das Thema beim Landkreis auf die Tagesordnung – und es wurde über die beste und schnellste Lösung diskutiert. Reicht eine Ampelanlage oder braucht man einen Kreisel?

Beides wird geplant

Jetzt soll es beides geben – nacheinander. „Wir haben Handlungsbedarf und müssen weitere Unfälle verhindern“, betonte im Kreistag Susanne Lamers (CDU). Weil die Planung eines Kreisels aber viel Zeit benötigt und noch viele offene Fragen geklärt werden müssen, soll es erstmal eine Ampel geben.

Der Erste Kreisrat Thomas Kappelmann sieht eine gute Chance, dass die Ampel – nach entsprechender Feinplanung – noch in diesem Jahr gebaut werden kann. Abbiegespuren sind jedoch nicht geplant, weil für diese – wie später für einen Kreisel – Grunderwerb nötig ist.

Björn Meyer (SPD) betonte, dass die Ampelanlage nur eine Übergangslösung sein kann. „Wir sind für einen Kreisel.“ Auch Hartmut Orth (UWG) kann gut mit dem Doppelbeschluss leben. „Das ist ja ein sehr emotionales Thema.“ Nun könne man in Ruhe prüfen, ob und wie ein Kreisel wirklich gut wäre. Am Ende stimmte der Kreistag einstimmig für die Doppellösung.

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Beschluss begrüßt

Unternehmer Bernd Gnieser, dessen Betrieb sich unmittelbar an dem Kreuzungsbereich in Augustfehn II befindet und der zusammen mit seiner Frau Helene die Unterschriftenaktion für einen Kreisel initiiert hatte, begrüßte den Kreistagsbeschluss. Eine provisorische Ampelanlage und schnellstmöglich der Bau eines Kreisverkehrs für einen guten Verkehrsfluss seien eine gute Lösung.

Planung vorstellen

Wie Johann de Buhr, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Oldenburg, auf Anfrage sagte, sei er optimistisch, dass bereits zur nächsten Sitzung des Ammerländer Straßenbauausschusses am 1. September eine Planung für eine Ampelanlage an der Gnieser-Kreuzung vorgestellt werden könne. Außerdem beabsichtige man, ein Planungsbüro mit der Erarbeitung der Grundlagen für einen Kreisverkehr zu beauftragen, da die Landesbehörde das personell zusätzlich nicht leisten könne.

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Jasper Rittner Redaktion Westerstede (Leitung)
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