Godensholt/Apen - In vielen Familien mit Nachwuchs in der Gemeinde Apen wird diese Nachricht für ein Aufatmen sorgen: Krippen- und Kindergartengebühren werden rückwirkend ab dem 16. März nicht mehr erhoben. Bereits geleistete Gebühren werden erstattet. Dieser Beschlussvorschlag wurde am Dienstagabend bei der öffentlichen Sitzung des jüngsten Aper Jugendausschusses in der Sporthalle Godensholt angenommen. Den Vorsitz übernahm SPD-Ratsherr Volker Martz für den verhinderten Torsten Huber.
Die anwesende Elternvertreterin Vanessa Tischler bedankte sich für den Beschluss, der eine unglaubliche Entlastung sei, zumal viele Eltern in Kurzarbeit seien: „Zumindest wird denen damit eine Sorge abgenommen.“
Der Gebührenerlass gilt bis zur Wiederaufnahme des Regelbetriebs. Der soll möglichst zum 1. August wieder aufgenommen werden. Weiter heißt es in dem Beschluss, dass für die in Anspruch genommene Notbetreuung ab dem 1. Mai die Gebührensätze der derzeit gültigen Sozialstaffel erhoben werden.
Indes können sich junge Familien, die im Bereich Hengstforde wohnen, Hoffnungen auf eine Kindertagesstätte machen. Zumindest wurde die Verwaltung damit beauftragt, erste Prüfungen und Planungen für eine Errichtung mit Erweiterungsmöglichkeiten anzustoßen und dem Jugendausschuss vorzulegen. Die Kapazitäten in bestehenden Einrichtungen seien ausgelastet. Bisher habe man beispielsweise mit Familiengruppen, Krippenbau in Apen, Ausweitung der Betreuungszeiten oder Ganztagsgruppen kurzfristig und flexibel auf Probleme reagieren können. Nun wolle man die Alternativen überdenken, so Fachbereichsleiter Henning Jürgens.
Holger Mundt (CDU) wies auf die gute Lage und verkehrsmäßige Anbindung der Bauerschaft Hengstforde hin. Sein Vorschlag: sich Optionen für ein größeres Grundstück offen halten – ohne konkret zu planen. So sei man gewappnet, wenn der Betreuungsbedarf steige.
Doch es gab auch weniger gute Nachrichten. So kann die Betreuung in den Sommerferien nicht stattfinden. Die Vereine, die sich am Programm beteiligt hätten, sollten so wegen der Corona-Krise entlastet werden. Dennoch sei es möglich, dass die eine oder andere Veranstaltung kurzfristig ausgerichtet werden kann. Daher möchte die Gemeindejugendpflege ein umfangreiches Ferienbetreuungsangebot anbieten – Unterstützer werden noch gesucht.
