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Graffiti-Projekt in Edewecht Graue Halle wird zum bunten Hingucker

Erhard Drobinski
Die Teilnehmer vor ihrem Werk: Sie machten aus der grauen Wand einen bunten Hingucker.

Die Teilnehmer vor ihrem Werk: Sie machten aus der grauen Wand einen bunten Hingucker.

Erhard Drobinski

Edewecht - Es war über einige Jahre eine eher graue Wand, mit Zeichen verunziert. Wer seit Freitag auf dem Radwanderweg in Edewecht an der Tennishalle vorbeigeht oder -fährt, sieht diese Wand jetzt mit bunten und farbenfrohen Bildern gestaltet, die richtige Hingucker sind. Möglich gemacht haben das 15 Jugendliche aus Edewecht und Umgebung.

Projekt „Lernräume“

Seit knapp zwei Jahren investiert das Land Niedersachsen in das Projekt „Lernräume“. Hier werden für Schüler Angebote über jeweils mehrere Tage durchgeführt mit dem Ziel, Teamarbeit zu fördern und in Zeiten der Corona-Pandemie Jugendliche dazu zu bewegen, sich wieder aktiv einzubringen. „Allein in diesen Osterferien führen wir im gesamten Ammerland 18 Projekte durch, die von Graffiti über Kunstwerkstatt bis hin zum Theater reichen“, erzählt Dirk Weißer, Projektkoordinator an der Kreisvolkshochschule (KVHS) Ammerland.

Für dieses Projekt stellte der Tennis-Club (TC) Edewecht gern die Außenwand seiner Spielhalle zur Verfügung, wofür Dirk Weißer sehr dankbar war. „Seitens des Vereins gab es, was die Gestaltung der Arbeiten betraf, keine Vorgaben. Dazu haben sie die Materialien finanziert.“

Für die teilnehmenden Jugendlichen im Alter von 11 bis 18 Jahren brachte dieses Projekt eine große Abwechslung in ihren Alltag. Bevor mit den Arbeiten am Montag begonnen wurde, hatten sie sich unter der Leitung von Dirk Weißer, dem künstlerischen Leiter Christian Hermanns und Peter Niemeier von der Jugendpflege der Gemeinde Edewecht vorab zusammengesetzt, um Motive für ihre Kunstwerke zu entwickeln.

Eigene Ideen

„Ich hatte die Idee, ein Bild mit einem Tennisball zu malen, der aus der Wand auf einen zukommt“, erzählt Mina. Sie hat zum ersten Mal an einem Graffiti-Projekt teilgenommen und fand es einfach nur toll. „Ich habe Techniken kennengelernt, wie gesprayt werden muss. Und die Gruppe war richtig gut. Wir haben uns gegenseitig geholfen, damit die Bilder noch besser werden“, ist die 13-Jährige auf die gemachten Erfahrungen stolz. „Die älteren Jugendlichen, die sich hier schon auskannten, haben die Jüngeren richtig gut unterstützt. Das ganze Projekt hat super geklappt“, ist auch Peter Niemeier mit dem Verlauf sehr zufrieden.

Madlen outet sich eher als Spongebob Schwammkopf-Fan. Er verziert jetzt auch, an einen Baum hängend, die Außenwand der Tennishalle. „Die Idee hatte ich zusammen mit meinen Freundinnen“, blickt die 12-Jährige zurück. „Wir hatten vorher eine Zeichnung als Grundlage angefertigt und insgesamt klappte alles sehr gut“, ist sie mit ihrem Werk zufrieden. „Es fühlt sich cool an, wenn wir jetzt so sehen, was hier an der Wand ist.“ Die Jugendlichen dürfen stolz sein auf das, was sie geschafft und geschaffen haben, bewertet Dirk Weißer die fünftägige Aktion nur positiv.

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