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Seit mehr als 20 Jahren bietet Familie Eyting die bunte Pracht zum Mitnehmen an Selbst gepflückt, ist der Blumenstrauß am schönsten

Jens Schopp
Johanna Eyting an ihrer Kasse: Hier sollen die Blumenpflücker das Geld für ihr Grün einwerfen.

Johanna Eyting an ihrer Kasse: Hier sollen die Blumenpflücker das Geld für ihr Grün einwerfen.

Gristede - Seit mehr als 20 Jahren bietet Johanna Eyting Blumen zum Selberpflücken auf ihrem Feld gegenüber dem Hof der Familie in Gristede an. Wer über die Gristeder Straße fährt, der kann bequem auf dem Feld parken und sich seinen Strauß selbst zusammenstellen. Rosenschere und Messer liegen für die Kundschaft bereit.

Und die allermeisten Leute würden auch ehrlich bezahlen, wie Johanna Eyting berichtet. „Wenn sich das am Ende nicht rechnen würde, hätten wir das schon längst eingestellt“, sagt die Landwirtin.

Auch Gemüse zu haben

Die Selbstpflücker würden in einen regelrechten Blumengarten treten. Das würde geschätzt, so Eyting. Sie habe aber auch schon Leute erwischt, die sich ohne Bezahlung sprichwörtlich vom Acker machen wollten. „Dann haben wir auch eine Anzeige wegen Diebstahls gestellt.“ Aber die meisten Leute seien ehrlich.

„Es gibt auch Kunden, die mehr in das Fass stecken, als sie eigentlich müssten“, so die Geschäftsfrau. Vor allem ältere Menschen schätzten das Blumenfeld. Die fühlten sich oft an ihren eigenen Garten erinnert, den sie früher mal gehabt hätten, erzählt Johanna Eyting.

In vier verschiedene Sparten hat sie ihr Blumenfeld unterteilt. Es gibt Schnittblumen, aber auch Stauden können sich die Naturliebhaber mitnehmen. Wie viele Blumenarten Johanna Eyting auf ihrem Feld stehen hat, weiß sie unterdessen selbst auch nicht so genau. Sie schätzt, dass es rund 70 verschiedene Sorten sind. Eingesät wird im April und Mai, sagt die Landfrau. Bis weit in den Herbst könne auf ihrem Feld gepflückt werden.

Selbst Gemüse wächst zwischen den bunten Blumen auf dem Feld . Salatköpfe sind beispielsweise auch zu finden oder auch Petersilie, wie die Gristederin berichtet. Auf eines lege der Betrieb bei dem Selbstpflückerfeld wert: „Es wird nichts gespritzt. Die Leute fassen die Pflanzen ja mit den Händen an“, sagt Johannna Eyting.

Hacke statt Pestizide

Statt der Spritze wird ganz konventionell mit der Hacke das Unkraut beseitigt. Am Mittwochmittag war Angestellte Sigrun Schultz dafür verantwortlich und war mit dem Gartengerät in den Reihen unterwegs. Sie sei Quereinsteigerin im Gartenbau, sagt die junge Frau. Aber die Arbeit, wenn auch manchmal anstrengend, mache ihr Spaß.

Die Kundschaft der Selbstpflücker käme überwiegend aus der Region, sagt Johanna Eyting. Aber manchmal würden auch Wohnmobile mit auswärtigen Kennzeichen auf ihrem Hof Station machen und sich einen Strauß pflücken. Die Kundschaft kann die Blumensträuße in verschiedenen Größen wählen. Von drei bis neun Euro reicht die Preisspanne.

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