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Keine Ernte In Wiefelstede Erstmals bleibt auf dem Eytjehof der Spargel aus

Niklas Grönitz

Gristede - Das Jahr 2020 wird zum Novum für den Eytjehof. Wenn vielerorts im Frühling Spargel geerntet wird, wird das auf den Feldern der Familie Eyting in Gristede erstmals seit 33 Jahren nicht passieren – Spargel gibt es dort nämlich keinen mehr. „Wir ernten erst einmal keinen Spargel“, erklärt Johanna Eyting, Betreiberin des Hofladens.

Doch was sind die Gründe für einen solchen Schritt? „In der Vergangenheit haben wir immer mehr Großkunden verloren, die uns den Spargel abgenommen haben.“ In der Folge hätte man beim Eytjehof auf „heißen Kohlen“ gesessen und festgestellt, dass man zu viel Spargel vor sich herschiebt.

Spargel nur am Wochenende gewünscht

„Der Spargelverbrauch hat sich in der Gesellschaft zum Wochenende hin orientiert“, sagt Johanna Eyting. Das heißt, dass dann zu Wochenbeginn kaum Spargel gegessen wird. An diesen Tagen wird das lange Gemüse aber ebenso geerntet.

Zudem sei die Konkurrenz der Großbetriebe, die die Ernte mit Hilfe von Robotern einfahren, zu groß geworden. „Da kann man als Kleiner mit Handsortierung nicht mithalten.“

Stressige Spargelzeit

Die Entscheidung sei bereits vor drei Jahren gereift, erinnert sich Bäuerin Johanna Eyting. Da seien die heutigen Anzeichen der für den Bauern stressigen Spargelzeit zu erkennen gewesen.

Heißt das, dass es nie wieder frisch geernteten Spargel beim Hofladen der Familie Eyting geben wird? „Nein“, antwortet Johanna Eyting im Gespräch mit der NWZ: „Wir gucken uns die aktuelle Lage erst einmal an. Unter Umständen würden wir wieder anfangen, Spargel anzubauen.“ Das könne zum Beispiel passieren, wenn die Verkaufszahlen für Spargel in die Höhe steigen. „Ausbleibende Spargeltouren im Mai könnten den Spargelverbrauch tatsächlich sogar ankurbeln“, mutmaßt Johanna Eyting.

Wer hilft den Erntehelfern?

Ganz ohne Ernte läuft es auf dem Hof von Johanna und Ehemann Arnd Eyting an der Zwischenahner Straße aber natürlich nicht – und ohne Erntehelfer erst recht nicht. Derzeit helfen die beiden Eyting-Töchter Hille und Thea beim Harken auf dem Erdbeerfeld aus.

Unterstützung auf dem Feld wird dennoch gesucht. „Das ist die Chance, in der Landwirtschaft anzupacken und in der freien Zeit Geld zu verdienen“, sagt Johanna Eyting und richtet sich auch an Schüler und Studenten, auf dem Hof vorstellig zu werden.

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