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Kaninchenausstellung in Jeddeloh I Große Ortsschau auf dem Hof von Anke und Bruhn zu Jeddeloh

Erhard Drobinski
Er ist ein begeisterter Rassekaninchenzüchter: Werner Haaken mit Siamesen farbig gelb und einem Weißen Neuseeländer.

Er ist ein begeisterter Rassekaninchenzüchter: Werner Haaken mit Siamesen farbig gelb und einem Weißen Neuseeländer.

Erhard Drobinski

Jeddeloh I - Auf dem Hof von Anke und Bruhn zu Jeddeloh in Jeddeloh I gibt es am Samstag, den 21., und Sonntag, den 22. Oktober, wieder Kaninchen zu bestaunen. An diesem Wochenende lädt der Rassekaninchenzuchtverein I 8 Edewecht zu seiner 67. Ortsschau ein. Die Züchter des Vereins präsentieren Tiere unterschiedlicher Rassen.

Vor fast 70 Jahren, am 14. November 1953, wurde der Verein von damals fünf Personen gegründet, wie der jetzige Vorsitzende Werner Haaken erzählt. „In den Anfangsjahren wurden eher die großen Tiere gezüchtet, die auch mehr Fleisch gaben“, so Werner Haaken. Damals seien die Tiere eher herangezogen worden, um geschlachtet zu werden.

Erhalt der Rassen

Die Versorgung mit Fleisch ist jetzt untergeordnet, bei vielen Kaninchenzüchtern geht es um den Erhalt von Arten und Rassen, die auf der roten Liste stehen. Ob sie noch lange erhalten werden können, wird mehr und mehr fraglich. „Bundesweit haben wir jetzt im Vergleich zum letzten Jahr 15 Prozent weniger Züchter. Die meisten noch aktiven sind 70 Jahre und älter“, beschreibt der Vorsitzende die jetzige Situation mit etwas Pessimismus. Wie in anderen Bereichen fehle auch bei den Kaninchenzüchtern der Nachwuchs. „Wir in Edewecht haben jetzt gut zwanzig Mitglieder in unserem Verein, einige davon passiv. Zurzeit sind es genau genommen vier Familien, die noch züchten“, beschreibt er die Situation vor Ort.

Hohe Bedeutung

Umso wichtiger seien die Ortsschauen. „Das ist fast die einzige Chance, in der Öffentlichkeit auf unser Hobby aufmerksam zu machen.“ Auf dem Land sei es weniger problematisch als in der Stadt, Kaninchen zu züchten und zu halten.

„Auch wenn Kaninchen im Vergleich zu Geflügel nun wirklich sehr leise sind, stören sich Nachbarn häufig an dem Geruch und an Ungeziefer. Heu und Silo kann dann für manchen ein Grund sein sich aufzuregen.“

Aber auch Auflagen zum Tierschutz führen zum Rückgang von Züchtern: „So werden die Käfiggrößen für die Haltung von Tieren immer weiter ausgedehnt. Dazu wird von politischer Seite auch Gruppenhaltung gefordert. Wie die Tiere dann reagieren, konnte sehr gut bei der letzten Vogelgrippe verfolgt werden – sie werden aggressiv.“

Viele Meisterschaften

Auch wenn die Haltung von Kaninchen mit Arbeit verbunden sei, mache es auch Spaß. Seit 1997 züchtet Werner Haaken Kaninchen, wobei er sich auf Weiße Neuseeländer spezialisiert hat und damit bereits viele Meisterschaften auch auf Bezirks- und Landesebene gewann. „Die Tiere im Stall zu beobachten, einfach nur zuzuschauen, ist reine Entspannung“, schwärmt er. Das Züchtergen hat er auf seine Tochter übertragen: Sie hält Zwergwidder weiß-blauäugig und Siamesen farbig gelb. „Es muss mehr jüngere Züchter geben, um diese tollen Tiere erhalten zu können“, appelliert Haaken.

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