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Zwischen Landjugend und Landfrauen „Landmädels Ammerland“ vertreten fortan die Interessen junger Frauen

Die „Landfrauen Ammerland“ unterstützen die „Landmädels Ammerland“ bei ihrer Gründung (von links): Landfrau Beate Wilsenack, die Landmädels Angelina Reßler, Corinna Wetzel, Natalie Ullmann, Deike Janssen, Dörte Oeltjen, Kristin Hau, Svenja Schumacher und die Landfrau Sabine Schweneker.

Die „Landfrauen Ammerland“ unterstützen die „Landmädels Ammerland“ bei ihrer Gründung (von links): Landfrau Beate Wilsenack, die Landmädels Angelina Reßler, Corinna Wetzel, Natalie Ullmann, Deike Janssen, Dörte Oeltjen, Kristin Hau, Svenja Schumacher und die Landfrau Sabine Schweneker.

Landmädels Ammerland

Ammerland - Für die Landjugend „zu alt“, für die Landfrauen „zu jung“: Um diese Lücke zu schließen, gründeten sieben junge Frauen die „Landmädels Ammerland“. Der Grundstein für die neue Organisation wurde während einer Informationsveranstaltung des Kreislandfrauenverbandes Ammerland/Varel gelegt. Als Teilnehmerinnen waren neben 43 anderen jungen Frauen auch Deike Janssen und Kristin Hau dabei. Während der Veranstaltung am 12. März in Wiefelstede wurde der fehlende Nachwuchs bei den Landfrauen thematisiert. Laut Deike Jansen wurde beim Austausch über Ideen und Vorstellungen schnell deutlich, dass generell ein großes Bedürfnis nach Gemeinschaft bestünde: „Gerade nach den zwei Jahren Stillstand durch Corona wollten alle wieder etwas machen und gemeinsam etwas schaffen.“ Nur würden sich viele der jungen Frauen nicht direkt mit den Landfrauen identifizieren, da sich die Interessen der jüngeren Generation von denen der Landfrauen unterscheiden würden. Als klar wurde, dass ein Beitritt zu einer bestehenden Ortsgruppe nicht die richtige Option sei, meldeten sich Janssen und Hau sowie fünf weitere Frauen, um selbst einen eigenständigen Verein zu gründen.

Eine Ergänzung

„Wir wollen uns nicht grundsätzlich von den Landfrauen abgrenzen“, betont Janssen. Man sehe sich vielmehr als Ergänzung zu den Landfrauen, wobei insbesondere die Interessen der jüngeren Generation im Vordergrund stünden. Das Alter spiele dabei aber gar keine bedeutende Rolle. Ab 20 Jahren kann man sich dem neuen Verein anschließen.

Alle sind willkommen

Alle Frauen, die die Interessen der Landmädels teilen, sind herzlich willkommen. Das Eintrittsalter wurde gewählt, da man bis 20 Jahren in der Landjugend tätig sei kann und man sich anschließend bei den Landmädels engagieren könne. Junge Männer könnten im Verein jedoch nicht aufgenommen werden. Derzeit setzt sich der neue Verein aus rund 60 Frauen im Alter von 22 bis 46 Jahren zusammen. Auch Frauen, die nicht im Ammerland wohnen, können Mitglied werden.

„Wir sind eine bunt gemischte Gruppe aus verschiedenen Orten mit verschiedenen Berufen und Fähigkeiten“, erzählt Janssen. „Jede kann etwas anderes und so ergänzt man sich super“, stimmt Hau ihr zu. Wichtig sei ihnen nur, dass alles auf freundschaftlicher Ebene stattfinde. Aus diesem Grund verzichten die Gründerinnen auch bewusst auf den Begriff „Vorstand“ und sehen sich als Organisationsteam. An oberster Stelle stehe der Zusammenhalt, „um möglichst viele Frauen auf dem Land zu vernetzen und Ausflüge und Projekte zu planen“, so die Gründerinnen.

Kennlern-Tour in Planung

Mit dem Verein scheinen die Landmädels eine Lücke gefunden zu haben – allein bei der Gründungsveranstaltung wurden von 57 Teilnehmerinnen direkt 54 Frauen neue Mitglieder. „Ich hatte wirklich ein paar Tränen in den Augen, als ich gesehen habe, wie viele Frauen unsere Einladungen teilen und wie groß die Nachfrage ist“, sagt Hau. Nun planen die Organisatorinnen die nächsten Veranstaltungen. Zu Beginn ist eine Kennlern-Tour im August geplant. Als weitere Ideen stehen schon „Do-it-yourself“-Angebote, eine Weinprobe und Weiterbildungsangebote im Raum. Neue Mitglieder sind willkommen und können sich per Mail an landmaedelsammerland@web.de melden.

Alexandra Meier
Alexandra Meier Digitalteam Wesermarsch
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