Bad Zwischenahn/Ammerland/Oldenburg - Der geplante Umzug in die neue Zentrale in Bad Zwischenahn ist nicht die einzige große Neuerung für die GVO-Versicherung aus Oldenburg in diesen Monaten. Um die Ausrichtung des gesamten Unternehmens auf Nachhaltigkeit zu unterstützen, hat die Versicherung jüngst eine stiftungsähnliche gemeinnützige GmbH (gGmbH) für Umwelt und Nachhaltigkeit gegründet. Ziel dieser Einrichtung ist es, Projekte aus allen gesellschaftlichen Bereichen zu fördern, mit denen Vereine, Initiativen oder Gruppen eines der 17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 unterstützen.
50 000 Euro mindestens
Große Transparenz
„Kunden, die ein solches Projekt unterstützen wollen, wollen sich nicht darauf verlassen müssen, das mit ihrem Geld irgendwo ein Stück Regenwald geschützt wird“, ist Gernold Lengert, Vorstandsvorsitzender der GVO-Versicherung überzeugt. Deshalb sollen vorrangig Projekte mit regionalem Bezug gefördert werden. Um die Verwendung der Förderbeiträge möglichst transparent und offen zu gestalten, wurde ein fünfköpfiger Beirat ins Leben gerufen, der sich am Dienstag zum ersten Mal im Rhododendronpark Bruns in Gristede getroffen hat.
2015 haben die Vereinten Nationen die Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung beschlossen. Die dabei verabschiedeten 17 globalen Zielen enthalten soziale ebenso wie ökologische und auch wirtschaftliche Elemente.
Mit der Gründung der GVO Stiftungs-gGmbH für Umwelt und Nachhaltigkeit will die GVO-Versicherung lokale Projekte unterstützen, die sich für die Umsetzung dieser 17 Ziele einsetzen.
Die Mitglieder sind, neben Gernold Lengert, Maria Bruns, stellvertretende Landrätin im Ammerland, Kreistags- und Gemeinderatsmitglied in Bad Zwischenahn, Prof. Dr. Nathali T. Jänicke (Jade Hochschule Wilhelmshaven), Stefan Dissel (Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Nachhaltigkeit & Ökonomie), Prof. Dr. Dietmar Pfeifer, (Aufsichtsratsvorsitzender der GVO Versicherung) und Prof. Dr. Bernd Siebenhüner, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Beiratsvorsitzender ist Lengert, als Stellvertreterin wählten die Mitglieder Maria Bruns. Sie übernehme diese sehr unterstützenswerte Aufgabe gerne, so Bruns.
Bewerbung ab Oktober
Die Auswahl der geförderten Projekte erfolgt zweistufig, wie Vivien Langen, gemeinsam mit Verena Besier und Tonja Tholen Geschäftsführerin der gGmbH, erläutert. Zum einen soll es im Frühjahr, nach dem Abschluss des Geschäftsjahres ein Online-Voting geben, bei dem jeder über die vorgeschlagenen Projekte abstimmen kann. Zum anderen könne der Beirat Projekte auswählen, die ebenfalls aus dem Kreis der Bewerber stammen können.
Aber auch eigene Vorschläge der Beiratsmitglieder sollen möglich sein. Auch über die Höhe der jeweiligen Förderung wird der fünfköpfige Beirat entscheiden.
