Edewecht - „Ich liebe Herausforderungen und diese Aufgabe ist eine Herausforderung“, sagt Armin Grahl. „Ich freue mich auf die Aufgaben, die ich als neuer Leiter der Arbeitsgemeinschaft Edewecht der Rheuma-Liga Niedersachsen habe. Zunächst ist es mir wichtig, dass wir nach dem turbulenten Jahr 2015 Ruhe in den Verein bekommen.“
Armin Grahl ist der neue Leiter der Edewechter Rheuma-Liga. Wie berichtet bildet der 67-Jährige mit seinen Stellvertretern Judith Fleßner aus Godensholt sowie Detlef Skibbe aus Edewecht das neue Leitungsteam. Bei der Mitgliederversammlung bei Witte in Jeddeloh I war das Trio für drei Jahre gewählt worden.
2015 hatte es in der Edewechter Rheuma-Liga kräftig rumort. Heftige Kritik hatte es dabei am ehemaligen Leitungsteam gegeben, das aus Marion Schön und Linda Roßkamp bestand. Um die „Unruhen“ aufzuarbeiten, hatte sich sogar eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern der Rheuma-Liga Edewecht gebildet. Mangelnde Kommunikation mit Mitgliedern, ein schlechter Führungsstil, ein alles andere als freundlicher Umgangston, das Abwälzen von Leitungsaufgaben auf Therapeuten (Einsatzpläne), das Verquicken von privaten und dienstlichen Angelegenheiten (Tupperpartys in Räumen der Rheuma-Liga) und die Kündigung langjähriger Therapeuten – wiederum ohne Informationen an die Mitglieder durch das Leitungsteam – waren insbesondere Marion Schön vorgeworfen worden.
Die Querelen führten dazu, dass rund 300 Mitglieder die über 1000 Mitglieder zählende Rheuma-Liga verließen. Außerdem wurden dem VfL Edewecht, bei dem ehemalige Mitglieder der Rheuma-Liga Edewecht eine neue Heimat fanden, zu Lasten der Rheuma-Liga Zeiten für Wassertherapie zugewiesen.
Marion Schön war als bisherige Leiterin der Rheuma-Liga Anfang März 2016 schließlich durch den Landesvorstand von ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit abberufen worden. Sie und Linda Roßkamp sind jedoch nach wie vor Mitarbeiterinnen der Rheuma-Liga. Das sei, so Grahl, für viele nicht leicht zu verstehen, aber es gäbe nun bei der Rheuma-Liga Edewecht die Trennung von Leitung (ehrenamtlich) und Arbeiternehmertätigkeit (Schön und Roßkamp waren in den vergangenen Jahren in dieser Doppelfunktion tätig).
Grahl war bislang kein Mitglied der Rheuma-Liga, aber seine Frau Barbara, mit der er vor fünf Jahren aus Sandkrug nach Edewecht gezogen war. Als Außenstehender hatte der gelernte Industriekaufmann, der 44 Jahre beim Landesamt für Soziales, Jugend und Familie in Oldenburg tätig war und als Widerspruchssachbearbeiter im Schwerbehindertenrecht arbeitete, die Entwicklungen in der Rheuma-Liga verfolgt. „Ich habe in meiner beruflichen Tätigkeit immer mit Menschen zu tun gehabt. Vor zwei Jahren ging ich in Rente und suchte nach einer Tätigkeit, die mich fordert und die mir Spaß macht.“ Die sah Grahl in der Leitung der Edewechter Rheuma-Liga. Beim Landesvorstand der Rheuma-Liga bot er seine Kandidatur für die Leitung an, man lernte sich kennen, Grahl wurde in der Mitgliederversammlung gewählt.
Sich in den Nachbar-Rheumaligen, bei Gemeinde, Vereinen und Organisationen vorstellen und Büroangelegenheiten der Edewechter Rheuma-Liga aufarbeiten, das seien seine ersten Aufgaben, sagt Grahl, der ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht Oldenburg im Bereich Schwerbehindertenrecht ist, in seiner Freizeit 35 Jahre Volleyball bis zur Bezirksoberliga spielte und auch als Sportfunktionär tätig war.
„Ich werde für Mitglieder und andere jederzeit ein offenes Ohr haben, ob man jedoch jeden Wunsch erfüllen kann, kann ich nicht versprechen“, so der Edewechter. Wichtig sei ihm auch, dass das Klima zwischen dem VfL Edewecht und der Rheuma-Liga, die beide Wassergymnastik anbieten, verbessert werde.
