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NWZonline.de Region Ammerland

Dirk Schlotmann & Sein „motorradhund“: Ruth will immer Erste sein

09.05.2020

Hahn-Lehmden Der Fahrtwind weht ihr um die Nase. Eine Motorradbrille schützt ihre Augen. Wenn Ruth im Beiwagen unterwegs ist, ist sie ein Hingucker. Denn Ruth ist eine Hündin. „Erst vor Kurzem sprang eine Frau aus ihrem Auto, als wir vor einer roten Ampel hielten, und fragte, ob sie den Hund fotografieren dürfe. Er sei ja so süß“, grinst Dirk Schlotmann aus Hahn-Lehmden. Der halbhohe, fast weiße, kurzhaarige Mischling mit einem dunklen Fleck um ein Auge gehört ihm und seiner Frau Dajana Waschke. „Er kommt aus Spanien. Wir wollten einen Hund in Not aufnehmen. Rasse oder Stammbaum sind uns nicht wichtig.“

Etwas Geduld

Da beide gern mit ihren Motorrad-Gespannen unterwegs sind und es umständlich ist, die Hündin in der Zeit immer irgendwo unterzubringen, haben sie einfach mal ausprobiert, ob sie mitfährt. Und mit etwas Geduld klappte es hervorragend. „Ruth springt selbst in den Beiwagen und sitzt wie Graf Koks darin. Wenn wir länger unterwegs sind, legt sie sich auf ihr Kissen, aber ihre Schnauze liegt immer auf dem Rand des Beiwagens, sodass sie rausschauen kann und nichts verpasst“, erzählt Dirk Schlotmann.

Wahrscheinlich sei es das wichtigste für die Hündin, beim Rudel, also der Familie, zu sein. Während der Fahrt ist sie sicherheitshalber immer über ein Geschirr angeleint. „Das ist ja vorgeschrieben und es ist auch besser. Ich würde meine Hand nicht dafür ins Feuer legen, dass sie nicht rausspringt, wenn wir an einem Hasen vorbeifahren sollten.“

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Es gibt allerdings etwas, das die sonst so entspannte Motorrad-Hündin tierisch aufregt: „Einmal waren wir mit einer größeren Gruppe unterwegs und sie kläffte die ganze Zeit. Wir hatten keine Ahnung was los war. Bis ich nach dem Tanken zufällig als erster von der Tankstelle weggefahren bin: Da war wieder Ruhe. Sie kann es auf den Tod nicht leiden, wenn jemand vor ihr fährt“, berichtet Dirk Schlotmann. Ruths Besitzer haben das mittlerweile überprüft. Immer das gleiche Spiel: Sobald Ruth nicht im vordersten Motorrad fährt, steht sie im Beiwagen und bellt.

Wenn Dirk Schlotmann einkaufen geht, ist das Bellen dagegen ganz praktisch. Kommt jemand dem Motorrad zu nahe, während er im Geschäft ist, macht die Hündin damit klar, dass mehr Abstand besser wäre.

Nächstes Projekt: Boot

Ruhig verhält sie sich dagegen auf dem Segelboot der Familie, dem nächsten Fahrzeug, das Ruth gerade kennenlernt. „Wir haben sie ganz langsam an das Boot gewöhnt, zuerst nur im Hafen. Beim ersten Versuch musste ich sie aufs Boot tragen, weil sie sich nicht getraut hat rüberzuspringen. Dabei wäre der Spalt zwischen Anleger und Boot eigentlich ein Klacks für sie gewesen“, sagt Dirk Schlotmann. „Als sie das erste Mal an Bord war, hat sie sich nicht wohl gefühlt. Aber mit der Zeit und täglichem Üben hat sie sich ihren Platz vorn an der Spitze gesucht. Da ist sie ziemlich ungestört. Während der Fahrt liegt sie allerdings hinten, zwischen uns. Sie ist eben am liebsten mitten in ihrem Rudel.“

Bisher haben sie erst ein paar relativ kurze Törns unternommen, aber vielleicht werden es ja auch mal längere. Schließlich ist Dirk Schlotmann dafür, alles erst mal auszuprobieren. Wenn es nicht gleich geht, dann versucht er es immer wieder – häufig klappt es irgendwann und wenn nicht, dann ist das eben so.

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