Rastede/Obenstrohe - Das Jahr 2023 beginnt für die Landesliga-Handballer des VfL Rastede mit einer Niederlage. Im Nachholspiel mussten sich die Ammerländer am Sonntag in eigener Halle der SG Obenstrohe/Dangastermoor mit 21:27 (8:12) geschlagen geben. Damit bleiben die Rasteder weiterhin das Schlusslicht der Liga.
Ausgekontert
Entscheidend war direkt die Anfangsviertelstunde. Nach dem 1:2 durch Alexander Gerdes (4.) gelang den Hausherren acht Minuten kein eigener Treffer mehr. Immer wieder scheiterten die Rasteder am bestens aufgelegten SG-Schlussmann Hannes Lübkemann. Die Ballgewinne nutzten die Gäste im Tempospiel zu einfachen Toren und führten nach zwölf Minuten komfortabel mit 8:2. „Hannes hat direkt sechs, sieben Würfe von uns rausgenommen. Er kennt uns einfach“, sagte VfL-Trainer Ronald Zange über seinen ehemaligen Torhüter, der nun in Friesland zwischen den Pfosten steht. Von diesem deutlichen Rückstand erholten sich die Ammerländer nicht mehr.
„Die ersten 20 Minuten haben wir richtig gut gespielt. Vor allem unsere Deckung im Zusammenspiel mit den Torhütern hat einen tollen Job gemacht. Danach haben wir aber hin und wieder zu viele Chancen liegengelassen“, fasste SG-Trainer Marco Hoffmann die Anfangsphase zusammen. Erst in den letzten fünf Minuten vor der Pause fand auch der VfL zu seinem Spiel und konnte bis zur Halbzeit noch auf 8:12 verkürzen.
Torhütertalent im Fokus
Spannung kam im zweiten Durchgang jedoch nur selten auf. Die Gäste verwalteten ihren Vorsprung souverän. Rastede trat zwar verbessert auf, kam aber nur noch einmal auf 21:24 (56.) heran. Am Ende blieb die Leistungssteigerung, zu der Nachwuchstorhüter Noah Herz einen großen Teil beitrug, aber ohne Lohn. Obenstrohe/Dangastermoor verhinderte eine mögliche Aufholjagd mit zwei Treffern von Nils Timme und nahm die Punkte mit. „Wenn man mit sechs Toren Vorsprung in Rastede gewinnt, kann man als Trainer zufrieden sein. Wir haben phasenweise richtig gut gespielt und uns diese zwei Punkte gegen den Abstieg verdient“, lobte SG-Coach Hoffmann.
Weniger zufrieden war sein Gegenüber, Ronald Zange: „Die Obenstrohe/Dangastermoor war der erwartet starke Gegner. Eigentlich stand unsere Defensive heute gut. Die meisten Gegentore haben wir bei Gegenstößen, in Unterzahl und per Siebenmeter bekommen“, haderte der Rasteder Trainer, der weiterhin den Klassenerhalt als Ziel ausgibt.
