Im Ammerland - Das Hochwasser im Ammerland hat die Freiwilligen Feuerwehren der verschiedenen Gemeinden über das gesamte vergangenen Wochenende und die Weihnachtsfeiertage beschäftigt. Neben den Aufgaben im eigenen Landkreis haben die Einsatzkräfte auch den Katastrophenschutz-Stab in der Stadt Oldenburg unterstützt, wie Dennis Eike, Kreissprecher der Feuerwehren im Ammerland berichtet.
„In den Ammerland-Gemeinden gab es mehr als 50 Einsätze in den vergangenen Tagen“, überschlägt der Feuerwehrmann. Einen Großteil hätten dabei vollgelaufene Keller ausgemacht. Es habe aber auch geflutete Straßen und Wege gegeben, die zum Teil gesperrt worden seien. Darüber hinaus hätten einige umgestürzte Bäume von den Straßen entfernt werden müssen.
Gesperrt: Dieser Weg am Zwischenahner Meer in Eyhausen war am Dienstag nicht passierbar.
Günter Marken
Überflutete Anlegestelle: Der Bootsverleih am Kurpark in Bad Zwischenahn.
Günter Marken
Doppelter Dweersack: das historische Gebäude spiegelt sich im Wasser, das nach intensiven Regenfällen nicht mehr abfließen oder versickern kann.
Günter Marken
Hier wird im Sommer die Freiluftfete gefeiert: Diese überflutete Fläche befindet sich an der Hauptstraße in Süd-Edewecht.
Günter Marken
Am Bachmannsweg in Edewecht: Der Pegelstand der Vehne ist deutlich erhöht.
Günter Marken
Gestiegener Pegel: Das Wasser des Zwischenahner Meeres hat am Dienstag auch den Janosch-Spielplatz im Kurort erreicht.
Günter MarkenDie Fachgruppe Drohne der Ammerländer Feuerwehren war zudem in der Gemeinde Edewecht im Einsatz, um sich ein Bild aus der Vogelperspektive von der Hochwasserlage zu verschaffen. Notwendig ist dieser Schritt, um besser einschätzen zu können, ob weiteres Wasser aus dem stark gefüllten Zwischenahner Meer abgelassen werden kann.
„Unsere Fachgruppe Drohne ist zudem zweimal in Oldenburg im Einsatz gewesen“, berichtet Eike. Dabei sei der Fluss Haaren im Bereich der Universität aus der Luft betrachtet worden, um ein Lagebild zu erstellen. Außerdem sei das Gewässer, das auch über ein Staubecken in Petersfehn entwässert werde, am Montag per Drohne inspiziert worden. Dieses Rückhaltebecken war laut Information der Stadt Oldenburg am Dienstagnachmittag fast komplett gefüllt. Zu diesem Zeitpunkt seien noch Kapazitäten für einen weiteren Tag vorhanden gewesen.
Maßnahmen zur Entlastung wurden noch am Dienstagabend umgesetzt, um ein unkontrolliertes Überlaufen des Beckens in Richtung Oldenburg zu verhindern.
„Leider soll es in den kommenden Tagen laut Wettervorhersage weiteren Regen und eventuell sogar noch Orkanböen geben“, berichtet Eike weiter. Das könnte insbesondere dazu führen, dass vermehrt Bäume umstürzen, weil das Erdreich schlammig werde und nicht mehr genug Halt biete. Die Entwicklung der Situation lasse sich derzeit aber noch nicht genau voraussagen. Die Wehren würden sich jedoch entsprechend vorbereiten.
