HOLLWEGERFELD - HOLLWEGERFELD - „Bei uns hatte sich im Laufe der Zeit so vieles angesammelt, was unsere Familie nicht mehr brauchte“, sagt Kerstin Saathoff. „Das wurde meinem Mann Gerold und mir erst so richtig bei unserem Umzug im vergangenen Juli bewusst. Und weil einige Nachbarn an der Hollwegerfelderstraße ebenfalls noch allerlei auf dem Dachboden hatten, was zu schade zum Wegwerfen war, entstand die Idee, einen Flohmarkt zu veranstalten.“

Ein einfacher Flohmarkt war es jedoch nicht, zu dem die Hollwegerfelder vergangenes Wochenende eingeladen hatten. „Wenn mehrere Menschen zusammensitzen, entwickelt sich aus einer kleinen Idee schnell ein großes Projekt“, erläutert Gerold Saathoff. Und ein großes Projekt war der 1. Wiesenfloh- und Pflanzenmarkt mit Familientag, den die engagierten Männer und Frauen aus dem Dorf gemeinsam vorbereitet haben.

Auf der Wiese von Arnold Sander, die man durch einen eigens gefertigten Türbogen betrat, wurden die Flohmarktstände aufgebaut. An einem weiteren Stand gab es Buchspflanzen in unterschiedlichen Größen, ferner Bambus und Rhododendronhochstämme sowie Türkränze. Mädchen und Jungen konnten in einem Kinderkarussell ihre Runden drehen, auf Ponys reiten oder – wie ein Hamster in einem Rad – in einem überdimensionalen mit Holz ausgekleideten „Rohrstück“ laufen. Obendrein wurde zum Torwandschießen und zum Wett-Nagelschlagen eingeladen, Kutschfahrten wurden angeboten, man konnte seine Geschicklichkeit auf der Boßelbahn beweisen und bei der Tombola Pflanzen oder Haushaltsgeräte gewinnen. Mit von der Partie war auch die Freiwillige Feuerwehr Hollwege, die die Gäste u.a. zum „Löschdienst“ aufforderte.

„Mit dem Besuch unseren Premierenveranstaltung sind wir sehr zufrieden“, so Gerold Saathoffs Fazit. An beiden Tagen habe es ein permanentes Kommen und Gehen gegeben. Viele Gäste seien zum Schauen gekommen, einige hätten etwas gekauft und viele für Zuhause selbst gebackenen Kuchen mitgenommen. Sehr erfreulich sei es, dass die Veranstaltung zu einem Treffpunkt für das ganze Dorf geworden sei. Alle Generationen hätten dem Markt, dessen Erlös für den Bau einer Schutzhütte bestimmt ist, einen Besuch abgestattet.