Ammerland/Augustfehn - Mitte Januar 2022 schlug die Audi-Bande im Ammerland zu: Am frühen Morgen des 17. Januar erschütterte eine Explosion den Ort Augustfehn. Unbekannte Täter, vermutlich Mitglieder der von den Niederlanden aus operierenden „Audi-Bande“, lösten eine Explosion in der Filiale der Oldenburgischen Landesbank aus. Ziel des Angriffs dürften die Geldautomaten gewesen sein.

Das Gebäude wurde schwer beschädigt. Die Täter flohen, wie in diesen Fällen üblich, in einem hochmotorisierten Fahrzeug mit gestohlenen Kennzeichen. Mit quietschenden Reifen und hoher Geschwindigkeit entfernten sie sich vom Tatort. Besonders dreist: Das Bankgebäude befindet sich schräg gegenüber der Polizeistation, die zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht besetzt war.

Die Suche nach den Tätern blieb bis heute erfolglos. Mutmaßlich Mitglieder der gleichen Bande verübten in den folgenden Monaten noch weitere Taten in der Region. Die Schadenshöhe an dem Gebäude in Augustfehn war beträchtlich. Zum Glück wurde bei dem Anschlag niemand verletzt, auch weil das Gebäude keine Bewohner hat und sich zur Tatzeit gegen 4.15 Uhr niemand darin aufhielt.

Für die OLB-Kunden in Augustfehn hatte die Aktion der Kriminellen allerdings weitreichende Folgen: Einige Wochen nach dem Anschlag verkündete die OLB, dass sie die Filiale in Augustfehn aufgeben und gar nicht erst wieder öffnen werde. Die Filiale hatte nach Auskunft der Bank schon vor dem Vorfall auf dem Prüfstand gestanden, die in dieser Zeit das Netz ihrer Filialen deutlich verkleinern wollte. OLB-Kunden aus Apen müssen seitdem den Weg zur Filiale in Westerstede auf sich nehmen.

Christian Quapp
Christian Quapp Team Nord (Leitung)