Ammerland - Im Juli erschütterte eine weitere Sprengung von Geldautomaten das Ammerland. Diesmal hatten es die Täter auf die LzO-Filiale in Edewecht an der Hauptstraße 50 abgesehen.
Die Anwohner wurden in der Nacht des 6. Juli gegen 3 Uhr durch einen lauten Knall geweckt. Unbekannte hatten die Geldautomaten gesprengt und flüchteten mit einem hochmotorisierten Auto in Richtung Küstenkanal. Eine umgehend eingeleitete Großfahndung der Polizei blieb ohne Erfolg. Die Vorgehensweise legte jedoch den Verdacht nahe, dass es sich erneut um die so genannte Audi-Bande aus den Niederlanden gehandelt haben könnte.
Die Einsatzkräfte hatten alle Hände voll zu tun. Vier Anwohner wurden von der Feuerwehr noch in der Nacht aus einem angrenzenden Gebäude vorsorglich in Sicherheit gebracht, konnten aber später in ihre Wohnungen zurückkehren. Auch das THW war im Einsatz, um das Gebäude auf eine eventuelle Einsturzgefahr zu überprüfen. Große Erleichterung jedoch bei allen Beteiligten: Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.
Die Explosion hinterließ tiefe Spuren. Bei Tageslicht wurde die ganze Zerstörung sichtbar. Das Mauerwerk wurde durch die Wucht der Detonation teilweise meterweit auf die Straße geschleudert. Der Vorbau der Glasfassade war zerstört und ein Großteil der Betondecke eingestürzt.
Für die Bankkunden in Edewecht zog der Vorfall einige Einschränkungen nach sich. Die Bankkunden mussten für die Bargeldversorgung und andere Bankgeschäfte ausweichen. Die LzO kündigte aber an, den Standort halten zu wollen. Anders in Augustfehn, wo eine OLB-Filiale am 17. Januar Ziel eines Sprengstoff-Anschlags wurde. Diese blieb danach dauerhaft geschlossen.
