„Grüne Lunge kann keiner bezahlen“, Ð  vom 30. Oktober)

Dass auf dem Bundeswehrgelände bisher keine Residenz für Kurgäste oder Senioren mit klingendem Geldbeutel entstand, ist für den aufmerksamen Zwischenahner schon fast überraschend. So wird doch sonst jedes freie Fleckchen mit glänzenden Wohnanlagen zubetoniert oder wenigstens für Otto Normalverbraucher unzugänglich gemacht.

Es ist mir unverständlich, wie nicht sofort seitens der Verantwortlichen der Vorschlag kommen konnte, hier etwas für junge Menschen zu schaffen. Von einem Freizeitpark oder einem Kino haben sich längst alle jungen und jung gebliebenen Einheimischen verabschiedet. Aber es hapert noch an ganz anderen Stellen: Nachdem ein Teil des alten Sportplatzes beim Schulzentrum der neuen Hauptschule weichen musste, gibt es in Zwischenahn keine ausreichenden Sportanlagen mehr. Wenn es eine Gruppe gibt, die im Kurort am wenigsten bedacht wird, so sind es Jugendliche und Familien. Also warum nicht mal etwas für diese tun? Eine Sportanlage, womöglich mit einem integrierten Internat. Für Jugendliche, die begabt sind – nicht betucht. Für Talente, die sich, durch welche Umstände auch immer, keine Förderung erhoffen dürfen. Wenn diese Anlage nachmittags öffentlich oder nach Vereinbarung auch von anderen Schulen genutzt werden dürfte, wäre dies ein Gewinn für alle Beteiligten.

Das Gelände ist groß genug für Fußball- Basketball- und Beachvolleyballplätze, Sporthallen und Wohnanlagen. Sogar Rudersport wäre dank der exzellenten Lage am Meer möglich. Zudem müsste nicht einmal der gesamte Gebäudekomplex abgerissen, sondern nur teilrenoviert werden.

Somit gäbe es für uns Ammerländer vielseitige Bewegungsangebote, Bad Zwischenahn würde endlich nicht nur wegen seiner Moorbäder oder dem Park der Gärten bekannt und leistete einen beachtlichen Beitrag zur Verbesserung der Ausbildung und Chancen junger Menschen.

Sina Klüver, Bad Zwischenahn