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Hilfsaktion aus Kayhausen Fenster und Werkzeuge für Weißrussland

Kayhausen - Im November musste Gerhard Langner seine Hilfsaktion für die Weißrussische Region Mogilev wegen der Corona-Pandemie abbrechen und auch jetzt ist noch nicht abzusehen, wann eine Reise möglich sein wird.

Warnung vor Reisen

Aktuell warnt das Auswärtige Amt bei Reisen nach Weißrussland nicht nur vor Gefahren durch das Corona-Virus sondern auch wegen der Proteste gegen Präsident Alexander Lukaschenko. Zudem gilt Deutschland für Weißrussland als Risikogebiet – wer einreist muss zehn Tage in Quarantäne.

Dennoch gibt der 79-Jährige aus Kayhausen nicht auf und plant einen größeren Hilfstransport: „Vielleicht kann ich im März fahren“, hofft er.

Hilfe für kranke Kinder

Das Geld für den Austausch maroder Fenster in einer Dorfschule sei dank großzügiger Spender inzwischen zusammengekommen, sagt Langner. Inzwischen erreichten ihn aber weitere Bitten um Unterstützung. Auch eine Internatsklinik für skoliosekranke Kinder brauche dringend neue Fenster. Sechs bis acht Monate werden in der Klinik Kinder behandelt, die aufgrund von Mangelernährung an Rückenschäden leiden. Gleichzeitig werden sie in der Klinik berufsschulmäßig unterrichtet. „Es ist schlimm anzusehen, wie diese Kinder leben – und die Obrigkeit reagiert nicht auf ihre Not“, sagt Langner.

Werkzeug gesucht

Langner hat für die Schule bereits einige Werkzeuge besorgt, braucht aber noch Gartengeräte wie Sägen, Hecken- und Astscheren, Spaten und Schippen, Hacken und Schubkarren. Auch Schlagbohrmaschinen und andere Kleinmaschinen, Verlängerungskabel, Baustrahler und Leitern würde er gern mitnehmen.

Für den Hauswirtschaftsunterricht würden zudem eine Waschmaschine, Staubsauger, Wasserkocher, Kaffee- und Küchenmaschinen, Bügeleisen und -bretter, Waffeleisen, Mikrowellengeräte, Mixer sowie Töpfe und Pfannen benötigt.

Die Hilfsgüter will Langner mit einer Spedition nach Weißrussland transportieren lassen und selbst mit dem Bus nach Mogilev fahren. Warum er trotz der Risiken die Reise auf sich nehmen will? „Ich weiß nicht, was im nächsten Jahr ist. Ich bin dann 80, und ich weiß auch nicht wie die Situation im Land sich entwickelt. So lange ich die Chance habe, will ich etwas tun.“ Wer Langner unterstützen will, kann sich unter t   0 44 03/ 38 56  bei ihm melden.

Christian Quapp
Christian Quapp Team Nord (Leitung)
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