Kayhausen - Seit vielen Jahren fährt Gerhard Langner aus Kayhausen Hilfslieferungen in die Region um das weißrussische Mogilev. Krankenhäuser, Altenheime oder Dorfschulen haben dort oft kaum die nötigste Ausstattung, um die ihnen anvertrauten Menschen zu versorgen.
Die Corona-Krise hat auch Weißrussland im Griff: „Nach dem, was ich von meinen Freunden vor Ort höre, können die Krankenhäuser vor Ort überhaupt nichts tun. Patienten werden einfach nach Hause geschickt, es gibt keine Kittel, keinen Mundschutz“, berichtet er. Abstand zu halten, sei für viele Menschen, die auf völlig überfüllte öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, völlig unmöglich. Gleichzeitig werde die Krise heruntergespielt.
Auch Langners Hilfsaktionen leiden unter der Krise. „Corona hat hier dazu geführt, dass die Situation in Weißrussland aus dem Blick geraten ist“, sagt der Kayhauser. Er will trotzdem weiter helfen. In einer Dorfschule in Mogilev müssen noch acht Fenster ausgetauscht werden, die versucht Langner erneut über Spenden zu finanzieren.
Wann er allerdings wieder aufbrechen kann, ist völlig unklar. „Im Moment könnte ich nicht fahren, ich wüsste gar nicht, ob ich das Land wieder verlassen könnte“, sagt er. Er hofft, dass die Pandemie-Lage bis zum Herbst so weit unter Kontrolle ist, dass er mit dem Bus nach Mogilev fahren und dort eine örtliche Firma mit dem Einbau der Fenster beauftragen kann.
Leider hätten sich zuletzt auch die Probleme mit der Bürokratie in Weißrussland wieder massiv verschärft. Hilfslieferungen, etwa mit dringend benötigten Hygieneartikeln für Altenheime, seien im Land über Wochen zurückgehalten worden. Der Umgang mit Hilfslieferungen hinge immer davon ab, welche Personen gerade in den entscheidenden Ämtern säßen – deshalb versucht Langner aktuell erneut, über die Bundestagsabgeordneten im Ammerland und über das Auswärtige Amt Verbesserungen zu erreichen. Wer Gerhard Langner unterstützen will, kann ihn unter
