Kayhausen - Er ist 78 Jahre alt, hat sich gerade erst von einem Schlaganfall erholt. Und dennoch will Gerhard Langner aus Kayhausen am 1. November wieder einmal in die weißrussische Region Mogilev aufbrechen, um dort eines seiner zahlreichen Hilfsprojekte fortzusetzen.
Konkret geht es um den Ersatz von völlig maroden Fenstern an einer Dorfschule. „Es sind sechs Fenster in Klassenräumen und weitere in Nebengebäuden“, sagt Langner. Mehrere Fenster der Schule hat er in den Vorjahren bereits von einer örtlichen Firma mit Fenstern aus deutscher Produktion ersetzen lassen. So will er das auch diesmal wieder machen.
„Ich habe die Zusicherung der Botschaft, dass die Ein- und Ausreise kein Problem ist“, sagt Langner, der sich trotz der anhaltenden Proteste gegen Präsident Lukaschenko und trotz der Corona-Pandemie nicht von der Fahrt abhalten lassen will. „Den Leuten dort geht es schlechter als je zuvor“, sagt er.
Einen Teil der Kosten für die Fenster hat er über Spenden bereits zusammen, ein Teil fehlt aber auch noch. „Es wäre schön, wenn sich noch einige Unterstützer finden würden“, sagt Langner.
Die Kinder der Dorfschule müssten dick eingepackt in den Klassenzimmern sitzen, weil die Heizung nicht ausreiche, um die Räume zu heizen. „Die Fenster sind mit Zeitungspapier und Klebeband abgedichtet“, so Langner.
Langner plant, drei Wochen in Mogilev zu bleiben, die Reise wird er wie häufig zuvor mit dem Bus bewältigen. Angesichts der Corona-Pandemie belege das Busunternehmen für die 30-stündige Fahrt derzeit jede Sitzbank in seinen Fahrzeugen nur mit einem Passagier. Wer Langner bei seinem Projekt unterstützen will, kann sich unter
