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KGS Rastede wird aufgerüstet Der weite Weg zum digitalen Klassenzimmer

Rastede - Die Kooperative Gesamtschule (KGS) Rastede wird besser für den sogenannten Hybridunterricht ausgestattet. Die Auftragsvergabe für die benötigten Geräte habe der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Rastede in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, teilte die Gemeindeverwaltung mit. Die Anschaffung der insgesamt 50 Dokumentenkameras und 70 Freisprechsysteme für Konferenzen werde im Rahmen des „Digitalpakt Schule“ vollständig von Bund und Land gefördert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 44 233 Euro.

Das sagt die Schule

„Das ist ein guter erster Schritt“, freut sich Schulleiterin Claudia Berger über die neue Ausstattung. Sie sagt aber auch: „Das reicht noch nicht.“ Im Jahr 2021 müsse es zur Grundausstattung einer modernen Schule gehören, dass es in jedem Raum einen Laptop, eine Dokumentenkamera und einen Beamer gibt.

Beamer seien inzwischen in allen Räumen vorhanden, berichtet Claudia Berger und sagt: „Da hat die Gemeinde schon ordentlich investiert.“ Damit es wirklich funktioniert, würden aber die Laptops fehlen. Für die Anschaffung würden die Mittel aus dem Digitalpakt auch nicht genügen, sagt die Schulleiterin. „Das reicht ungefähr für die Hälfte der benötigten Geräte.“

Die Ausstattung der KGS mit modernen Geräten komme aus ihrer Sicht zwar nicht zu spät, sie hätte aber durchaus auch schon früher erfolgen dürfen, sagt Claudia Berger. „Die Lehrpläne bestehen ja nach wie vor, aber die Lernmethoden haben sich verändert“, so die Schulleiterin. Und durch die Corona-Pandemie habe sich das Ganze noch beschleunigt.

Das sagt die Gemeinde

Wie die Gemeindeverwaltung in ihrer Mitteilung schreibt, herrsche an den meisten Schulen derzeit noch der Distanzunterricht vor, bei dem die Kinder und Jugendlichen entweder komplett zu Hause beschult würden oder wechselweise in geteilten Klassen, während die andere Gruppe in der Schule präsent sei. Im Gegensatz zum Wechselmodell bezeichne Hybridunterricht eine Mischung aus Online- und Präsenz-Lernen für die gesamte Klasse.

„Seit Beginn der Corona-Krise befindet sich die Verwaltung im Austausch mit allen Rasteder Schulen über die Auswirkungen der Pandemie auf den Unterricht und die sich daraus ergebenden Herausforderungen“, sagt Sabine Meyer, Leiterin des Fachbereichs Kindertagesstätten, Schule, Sport, Kultur und Jugend bei der Gemeinde Rastede. Dabei sei natürlich auch der Bedarf an technischer Infrastruktur thematisiert worden, der aus der veränderten Art des Lehrens und Lernens resultiert. „Im Laufe der letzten Monate und mit der Unterstützung durch verschiedene Förderprogramme sind so zum Beispiel alle Schulstandorte an den Schulserver IServ angebunden worden“, erläutert Meyer, „zudem wurde eine Vielzahl von Endgeräten angeschafft.“

Während dies an den Rasteder Grundschulen im Moment nicht vorgesehen sei, würden die Förderschule „Am Voßbarg“ und die KGS das Modell des Hybridunterrichts bereits praktizieren. „Die KGS hatte dafür zuletzt ihren Bedarf an Dokumentenkameras und Freisprechsystemen für Konferenzen angemeldet, daraufhin haben wir die entsprechenden Förderanträge gestellt“, so Sabine Meyer. Nahezu zeitgleich hatte die CDU-Fraktion beantragt, die technischen Voraussetzungen zur Umsetzung von Hybridunterricht in allen Rasteder Schulen zu prüfen, um diesen gegebenenfalls zu ermöglichen.

Frank Jacob
Frank Jacob Redaktion Rastede, Redaktion Wiefelstede
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