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Europäisches Umweltprojekt Warum Rasteder Schüler in Italien Müll sammeln

Müllsammelaktion am Strand: Im Zuge eines Erasmus-Projektes engagierten sich Schülerinnen und Schüler der KGS Rastede in Italien.

Müllsammelaktion am Strand: Im Zuge eines Erasmus-Projektes engagierten sich Schülerinnen und Schüler der KGS Rastede in Italien.

Privat

Rastede - Eine Schülergruppe der Kooperativen Gesamtschule Rastede ist an einem europäischen Umweltprojekt beteiligt. In Italien sammelten die Neunt- und Zehntklässler unter anderem an einem Strandabschnitt Müll und registrierten alle gefundenen Abfälle. Die Daten werden für eine Studie des italienischen Umweltministeriums herangezogen, berichtet Andreas Pätzold. Der Lehrer begleitete das von der Europäischen Union kofinanzierte Projekt zusammen mit seiner Kollegin Claudia Bünnemeyer.

Nachhaltigkeitsziele

„Es geht um Nachhaltigkeit und das Erreichen der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen“, schildert Pätzold. 15 Schülerinnen und Schüler des Erasmus+-Projektes „European Exchange“ reisten deshalb im Herbst nach Italien. Vor Ort arbeiteten sie mit einer Partnerschule in Fondi zusammen. In einer kleinen Feierstunde erhielten die Jugendlichen jetzt in der KGS ihre Erasmus-Zertifikate.

<p>                Übergabe der Erasmus-Zertifikate: Die Lehrer Andreas Pätzold (li.) und Claudia Bünnemeyer (re.) mit an dem Projekt beteiligten Schülerinnen und Schülern.             </p>

Übergabe der Erasmus-Zertifikate: Die Lehrer Andreas Pätzold (li.) und Claudia Bünnemeyer (re.) mit an dem Projekt beteiligten Schülerinnen und Schülern.

An einem festgelegten Strandabschnitt in Capratica sammelten die Schüler im Oktober in einem Radius von 100 Metern Müll auf. Bereits im Frühjahr war an derselben Stelle Müll gesammelt worden. Das italienische Umweltministerium verfügt dadurch nun über einen Vergleichswert. Nach etwa einer Stunde breiteten die Schüler den gefundenen Unrat auf einer Decke aus und sortierten den Müll. Wenig überraschend, aber dennoch erschreckend sei gewesen, wie viel Plastikmüll zusammengekommen war. Einen Tag später ging es für die Gruppe nach Terracina, wo am Strand ebenfalls Müll gesammelt wurde. „Unglaublich, wie viele Kippen dort lagen“, berichten die Schüler.

Neuntägiger Austausch

Die beiden Müllsammelaktionen waren allerdings nicht die einzigen Aktivitäten des neuntägigen Austauschs. Pflanzaktionen, das Herstellen von Bienenwachstüchern und Untersetzern aus Kork in einer pädagogischen Gärtnerei sowie eine Einpackaktion auf einem Biobauernhof standen ebenfalls auf dem Programm. Die Schüler besuchten außerdem ein jüdisches Museum, berichtet Pätzold. Einen Tag verbrachten die Jugendlichen auch in Rom und schauten sich dort verschiedene Sehenswürdigkeiten an. Auch eine Wanderung unternahm die Gruppe an einem Tag.

<p>                Einpackaktion: Auf einem Biobauernhof machten sich die Schüler nützlich.             </p>

Einpackaktion: Auf einem Biobauernhof machten sich die Schüler nützlich.

Ziel des Erasmus-Projektes war es, die Schülerinnen und Schüler unter anderem für Themen wie Müllvermeidung, Recycling von Produkten, bewussten Konsum, und Engagement für die Umwelt zu sensibilisieren. Die Jugendlichen sollten zudem Anregungen erhalten für die eigene Berufswahl in den Bereichen Umwelt und Nachhaltigkeit. Die Italien-Reise war im Vorfeld umfangreich vorbereitet worden. Bereits im März hatten Gastschüler aus Italien Rastede besucht.

Frank Jacob
Frank Jacob Redaktion Rastede, Redaktion Wiefelstede
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