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Philosophieren mit Kindern in Edewecht „Corona kann nicht weit springen“

Edewecht - Seit rund einem Jahr ist das Coronavirus in aller Munde. Kaum ein Teilbereich des Lebens ist nicht von der Pandemie, ihren Auswirkungen oder den Maßnahmen betroffen. Es wird oft darüber gesprochen, wie sich das Virus auf Schüler, Senioren, Arbeitnehmer oder Heranwachsende auswirkt. Was aber denken die Kleinsten über die Corona-Krise – und was wissen sie über das Virus? In der Kita Edewecht ist eine Gruppe diesen Fragen nachgegangen.

Seit dem 8. März dürfen alle rund 150 Kinder wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb kommen. Das bedeutet, dass die Kinder innerhalb ihrer festen Gruppen bleiben müssen.

Kinder sind gut informiert

Im Rahmen des Projekts „Philosophieren mit den Kindern“ wurde im Kindergarten eine Einheit zum Thema „Corona“ durchgeführt. „Ich war sehr begeistert, wie informiert die Kinder sind und zum Teil auch überrascht darüber, welche Überlegungen und Vermutungen die Kinder dazu schon anstellen“, sagt Kita-Mitarbeiterin Monika Lange. Sie betreut die Gruppe „Wortwerkstatt“.

Es sei deutlich geworden, wie sehr Kinder von diesem Thema betroffen sind und wie intensiv sich Corona auch auf ihre Lebenswelt auswirkt. Pia, Mats, Luisa, Lennox, Lasse, Helene, Lara, Enna und Lilli „philosophierten“ also über das Coronavirus und versuchten, einige Fragen zu beantworten. Die Fünf- bis Sechsjährigen haben auch Bilder gemalt, wie sie sich das Virus vorstellen. Mal haben die gemalten Coronaviren böse Gesichter mit scharfen Zähnen, mal ist der Ausdruck neutral, auf einem anderen Bild lacht das Virus und erinnert eher an eine Sonne.

Verhalten in Corona-Krise

Wie man sich untereinander verhalten soll, wissen die Kinder: Man darf sich nicht die Hand geben, nicht umarmen, schmusen oder Küsschen geben. Außerdem muss man sich immer die Hände waschen und Abstand halten, damit nicht alle krank werden. Denn: „Corona kann nicht weit springen.“ Es fallen Sätze wie „Man muss gegen Corona kämpfen, dass nicht so viele krank werden. Weil die Krankenhäuser so voll werden“ und auch „Man kann sich aber anrufen, wenn der eine Corona hat und der andere nicht.“

Wie sich Corona auf ihren eigenen Alltag auswirkt, beschreiben die Kinder ebenfalls: „Das ist blöd, dass ich immer zu Hause bleiben muss“ oder „Ich mag nicht, dass die Eltern Schutzmasken tragen müssen beim Einkaufen.“

Woher kommt das Coronavirus?

Auf die Frage, woher das Coronavirus stammt, gab es auch amüsante Antworten: „Vielleicht aus einer Mülltonne oder vom Schrottplatz“, auch das Weltall wird genannt. Zwei Kinder sprachen sogar darüber, dass Corona aus China kommt, weil jemand dort Fledermäuse gegessen hat.

Um das Coronavirus wieder wegzubekommen, sei es wichtig, die Regeln einzuhalten. „Man muss alle impfen lassen“, sagt ein Kind und ein anderes erklärt: „Das ist ein Gegenmittel gegen Corona in einer Spritze drin.“ Und weiter: „Dann ist Corona geimpft, dass es getötet ist“ und „Oder Corona bekommt Corona und ist dann weg.“ Das Coronavirus solle am liebsten in den Weltraum verschwinden oder ganz tief im Ozean versinken. Und: „Ein Arzt hat ein Gegenmittel erfunden, dann ist es weg.“ Einige waren sich die Kinder vor allem darin: „Corona ist so doof! Das Blödeste, was es gibt!“

Arne Erik Jürgens
Arne Erik Jürgens Thementeam Polizei/Justiz
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